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Kaum ein Künstler hat sich so sehr mit Leib und Seele der Kunst verschrieben, wie der Kölner Peter Gilles – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Seine Kunst ist immer Selbstversuch - ob im Rausch von Sauerstoffmangel oder -überschuss, beim Anfertigen von Eigenblut-Autoanthropometrien oder beim Tanz auf dem Vulkan bei der Arbeit an den 68 Selbstportraits in direkter Nähe zum Krater auf Stromboli. Immer lotet er die eigenen Grenzen aus.
Dieses Jahr wurde Peter Gilles 60 Jahre alt. Die Galerie Kunstwerk Nippes würdigt diesen großen Kölner Künstler im Rahmen einer Einzelausstellung mit Arbeiten aus den 1980er und 1990er Jahren aus privaten Sammlungen. Arbeiten aus jener Zeit, in der er die Kölner Kunstszene durch seine Performances und Aktionen maßgeblich mitgeprägt hat und sich seinen Platz in der Kunstgeschichte als einer der wichtigen Vertreter der Aktions- und Performancekunst manifestierte.
Peter Gilles’ einzigartige Malweise hat ihn in unzähligen Ausstellungen bekannt gemacht. Seine Werke sind unter anderem vertreten im Museum Ludwig in Köln, im Museum Schloss Morsbroich in Leverkusen, im Ludwigforum Aachen, im Kunstmuseum Bonn, im Kunsthaus Zürich, im Museum of Modern Art, Ithaka N.Y. u.v.m.
In der Ausstellung sind 13 großformatige Arbeiten aus der Serie Stromboli zu sehen, die 1994 im Museum Schloss Morsbroich in Leverkusen ausgestellt waren. Das Altartryptichon „Judaslohn“ war 1989 in der Kunst-Station St. Peter in Köln zu sehen. Außerdem werden Arbeiten präsentiert die noch nie öffentlich gezeigt wurden.