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Ausstellung

Inge Mahn: Kanon – Ausstellung in Berlin

Inge Mahn: Kanon
Inge Mahn ist Bildhauerin, langjährige, jetzt
emeritierte Professorin von der Kunsthochschule
Weißensee und neuerdings auch Direktorin des von
ihr gegründeten Stallmuseums in Groß Fredenwalde
(Uckermark), einem Ort für Landkultur und
künstlerische Arbeit.
Im November feiert sie ihren 70. Geburtstag. Die
Emerson Gallery Berlin begeht das Ereignis mit einer
besonderen Ausstellung.
Ihre vierte Einzelausstellung in der Emerson Gallery,
mit dem Titel „Kanon“, führt Arbeiten aus vier
Jahrzehnten zusammen.
Der offene Raum am Ufer der Spree, ungeteilt durch
Wände und Türen, bietet genug Platz für die
Zusammenkunft alter, fast vergessener und neuerer
Plastiken zu einem Festbankett.
Die unterschiedlichen Arbeiten wirken im
Miteinander wie gute Bekannte, die sich lange nicht
gesehen und darum viel zu sagen haben. Trotz aller
Unterschiede ist die Verbindung spürbar.
Schon als junge Künstlerin, mit Anfang 30, von
Harals Szeemann als Teilnehmerin zur legendären
documenta 5 eingeladen, hatte sie bereits ihre
persönliche Formsprache gefunden, die sie in der
Ausstellung absehbar, kontinuierlich
weiterentwickelte.
Allgemeine Merkmale kehren wieder wie ein
zündendes musikalisches Motiv: der Gebrauch
„armer“ (wertfreier) Materialien, die geometrische
Formsprache und die Alltagsästhetik.
Die einzelnen Stimmen der ausgestellten Objekte
verbinden sich, wie im musikalischen Kanon, zu
Akkorden zu Harmonien.
Aber den ersten Eindruck widerlegt der folgende
Ausdruck, auf den zweiten Blick wirkt das Ensemble
widersprüchlich, komisch, subversiv.

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