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Prachtvolle Schlösser und Kirchen, dekadente Feste, gepuderte Perücken oder üppige „Rubensweiber“. Lange Zeit wurde die Barockepoche lediglich mit klischeehaften Vorstellungen in Verbindung gebracht. Ein näherer Blick auf die europäische Kulturgeschichte jener Zeit fördert jedoch Überraschendes ans Tageslicht: Ob wegweisende wirtschaftliche Innovationen, medizinische und wissenschaftliche Errungenschaften, ein antikes Schönheitsideal oder eine alles durchdringende Ordnungsstruktur – der Facettenreichtum ging weit über Glanz und schönen Schein hinaus.
Erstmalig präsentieren die Reiss-Engelhorn-Museen die Vielschichtigkeit und die Gegensätze des Barockzeitalters in einer kulturgeschichtlichen Großausstellung. Rund 300 kostbare Objekte aus renommierten europäischen Museen – darunter Highlights wie Gemälde von Rembrandt oder van Dyck aus dem Kunsthistorischen Museum Wien – führen die faszinierenden Besonderheiten der Epoche vor Augen und vereinen Kunst, Wissenschaft, Literatur, Musik, Geschichte, Religion und Alltag zu einem Kaleidoskop der Barockzeit.
Die kurfürstliche Residenzstadt Mannheim erlebte im 18. Jahrhundert ein „Goldenes Zeitalter“ und entwickelte sich zu einem kulturellen Zentrum von europäischer Bedeutung. Noch heute zeugen das Barockschloss, die Jesuitenkirche, die Sternwarte, die quadratische Idealstadtstruktur oder das Marktplatzensemble von der Blütezeit. Zur Ausstellung führt die Broschüre "Barocker Stadtspaziergang" den Besuchern das barocke Erbe der Quadratestadt vor Augen. Doch auch weit darüber hinaus bieten sich mit der "Barockregion" reizvolle Kulturerlebnisse: 41 Orte aus fünf Bundesländern haben sich anlässlich der Ausstellung zusammengeschlossen.
Di - So, 11 - 18 Uhr,
auch an Feiertagen geöffnet,
außer 24. und 31.12.
Informationen: Tel 0621 - 293 31 50
www.barock2016.de