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Sehr geehrte Gäste der Art Galerie 7,
Liebe Kunstfreunde,
die Art Galerie 7 ist höchst erfreut die erste Ausstellung im neuen Kunstjahr 2014 mit den bereits bekannten Künstlern Verena Guther, Monica Hansebakken, Rudolf Heller und R. J. Kirsch unter dem Titel „Colours“ zu präsentieren und laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein diese mit uns am Freitag, den 7. Februar von 19.00-22.00 Uhr zu eröffnen. Mit viel Farbe und Energie dieser vier Künstler werden wir der Tristesse des Jahresanfangs trotzen und den Frühling locken.
„Colours“ - die Farben sind das Leitmotiv der Ausstellung und diese werden in den Arbeiten der Künstler in vielfältiger Weise als zentrale Thematik verarbeitet. Sie sind nicht nur eines der grundlegendsten Stilmittel der bildenden Kunst, sondern das Grundelement unseres gesamten visuellen Erlebens, das diese vier Künstler regelrecht zelebrieren. Die Farben in der Kunst, die oft nur als Teil des Gesamten betrachtet werden, rücken jetzt in den Vordergrund. In den verschiedensten Medien und Materialien dargestellt, werden sie Hauptträger von Ästhetik, Emotionen, Assoziationen und Gefühlen. Eine Symbolsprache die sich kulturübergreifend in der Kunstgeschichte der letzten Jahrhunderte manifestiert hat.
Bereits im Sommer 2013 hat die Art Galerie 7 die Fotomontagen und –collagen der international tätigen Künstlerin Verena Guther mit ihrem persönlichen Blick auf die Weltmetropolen gezeigt. In dieser Ausstellung zeigen wir ausschließlich ihre Malerei, in der sie ihren geübten Blick auf die Farben ihrer Umgebung fokussiert und diese in beinahe monochromer Weise auf Stahlblechen wiedergibt. Es sind großformatige Liebeserklärungen an die Intensität von Pigmentflächen, die auf- und miteinander reagieren. Diese Farbflächen sind von einer klaren Horizontal- und Vertikalstruktur geprägt und scheinen aus sich selbst zu leuchten. Darin entspannt sich ein Geflecht aus rauen und glatten, zerfurchten und ornamentierten Oberflächen mit grafischen Akzenten. Diese verleihen dem metallen glänzenden oder rostig stumpfen Material eine einfühlsame Ästhetik.
Auch die Norwegerin Monica Hansebakken, die 2002 ihr Meisterstudium an der Slade School of Fine Arts in London absolvierte, komponiert aus Farbfeldern mit Intarsienarbeiten abstrahierte Berglandschaften auf Holz. Sie erforscht innerhalb dieses Motivs ästhetische Möglichkeiten und spielt mit Veränderung und Neuerfindung. Sie zeigt Farben in ihren Nuancen und schafft damit Felder in klarer Flächigkeit und harmonischer Ordnung. Doch sind ihre Werke kein Abbild einer romantischen Landschaften, sondern Natur zutiefst empfunden. Es sind daher Projektionen des Selbst, ein Symbol für die innere Landschaft und so auch eine Form des Selbstportraits. Die Farben bei Hansebakken zeigen nicht nur das was uns umgibt, sondern sie sind in uns selbst, Teil unserer Persönlichkeit sowie unserer Gedanken- und Emotionswelt.
Der Wiener Künstler Rudolf Heller arbeitet wiederum mit einem ganz persönlichen Medium. Auf durchscheinender Folie statt Leinwand, befasst sich Heller mit dem Thema von Raum und Zeit, die vielfältigen Möglichkeiten ihrer Wahrnehmung und ihre gegenseitigen Auswirkungen. Hierbei ist die Farbe sowohl Thema als auch Mittel. Er wählt nahezu abstrakte, farbige Formen, die bei dem Betrachter Bilder der Natur hervorrufen, Emotionen und Erinnerungen auslösen. Die zumeist paarweise Darstellung zeigt ähnliche, jedoch nicht identische Arbeiten als Diptychon. Beide Bilder sind zur gleichen Zeit, in einer rhythmischen Abwechslung entstanden und bieten so innerhalb der statischen Malerei die Möglichkeit Zeit zu visualisieren. So schafft es auch Rudolf Heller, mit der ihm eigenen Technik, die Farben und Formen im Raum schweben zu lassen und in Bewegung zu bringen.
R. J. Kirsch, der bereits mit 19 Jahren an den Kölnern Werkschulen sein Studium begann, lässt seine Arbeiten in einem Spannungsfeld von Malerei und Neuen Medien entstehen. Auch in dieser Ausstellung präsentiert uns Kirsch, wie er sich mit Hilfe unterschiedlichster Materialien seinen Themen annimmt. Im Mittelpunkt seiner filmischen Auseinandersetzung, die auch in die Räumlichkeiten der Galerie projiziert werden, stehen kleine Skulpturen, die eine außergewöhnliche Struktur in die farbigen Schattenprojektionen bringen und so eine berührende Ästhetik schaffen. Hier befasst sich Kirsch mit den Veränderungen die durch das Zusammenspiel von Licht, Farbe und Schattenformen entstehen. Diesen Prozess des Gesamterlebnisses führt der Künstler mit Arbeiten auf Papier und Leinwand fort. Die Überlagerung der drei Grundfarben bilden das Prinzip seiner Schattenbildinszenierungen, welche sich in der neuen Serie der WATERCOLORS umfassend zeigt.
Auch der Bildhauer Karl Günter Wolf setzt sich mit der wandelnden Macht und Einflussnahme der Farben auf verschiedenen Materialien, Objekten und Räumen auseinander: „ (…) für mich kann Farbe gleich Form sein – in ihrer Wirkung kann Farbe eine Form stark verändern, dennoch setze ich meine Farben sehr intuitiv ein“ sagte Günter Wolf. Für ihn ist die Farbe ein Gestaltungsmittel mit signalhaftem Charakter und wird meist monochrom eingesetzt. Auf seinen vielen Reisen lässt er sich von der jeweils landestypischen Farbpalette inspirieren und hält das Erlebte und Gesehene in zahlreichen Detailskizzen und Fotos fest. Der an der Kunstakademie Düsseldorf ausgebildete Künstler hat sich schon sehr früh in großformatigen Zeichnungsserien mit dem Thema Farbe auseinander gesetzt, aber erst in jüngerer Zeit gewann die Farbgebung auf Metall für ihn zunehmend an Bedeutung. Verstärkt hält die Farbe Einzug in seine Skulpturen und Wandreliefs – weiter sagte er „ (…) sehr überraschend ist für mich genau der Moment, wenn eine neu aufgetragene, ausgewählte Farbe das fertig bearbeitete Metall in seiner Dichte und Schwere auf magische Weise aufhebt und zu einer Leichtigkeit verhilft, die ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten zulässt“.
So beschäftigen sich diese verschiedenen modernen Künstler auf unterschiedlichste Weise mit dem uralten Thema der Bedeutung von Farbe und ihrer Wirkung. Um mit den Worten des frühromantische Künstler Philipp Otto Runge, der jahrelang die Harmonie und das Aufeinander wirken von Farben erforschte, abzuschließen: „Die Farbe ist die letzte Kunst und die uns noch immer mystisch ist und bleiben muss“.
Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein mit uns diese ebenso farbenfrohe wie vielfältige Ausstellung zu eröffnen und freuen uns auf Ihren Besuch!
Herzliche Grüße
Meike Knüppe & Team