Diese Veranstaltung ist bereits beendet.
Bei der Laterna Magica trafen projizierte Fotofolgen mit rezitierten Texten zusammen und dienten der Unterhaltung und Bildung, noch bevor dies durch Kino weitergeführt wurde. Wir erfahren durch Texte und Bilder etwas aus der Welt, auch wenn wir nicht unmittelbar beteiligt sind. Dem wohnt ein Zauber inne und sich diesem Vorgang kunstvoll hinzugeben, ist beinahe zwangsläufig.
Fotografie und Sprache scheinen heute ganz alltäglich zusammenzugehören und wirken in der
Medienflut oft trivial. Die gleichzeitige Nutzung beider Medien lässt zunächst an Werbeästhetik
denken, wo Text und Bild einander illustrieren. Doch was passiert, wenn Fotokunst und Poesie als
freie Formen aufeinander treffen?
Wir freuen uns, magische und erzählerische Arbeiten von sechs Fotografen und sechs Lyrikern
zeigen zu können, welche das Spannungsfeld von Zeigen und Erzählen ausloten und überraschende Einsichten in vergangene, fremde oder nur scheinbar vertraute Welten ermöglichen. Es geht um das, was man mit Bildern erzählt und mit Worten zeigt, aber genauso geht es auch immer darum, wie man heute als Fotograf und Lyriker seine eigene (Bild-)Sprache findet. Und es
geht nicht zuletzt um das, was passiert, wenn Wort und Bild in einem freien, künstlerischen
Kontext aufeinander treffen… um den Zauber, der dieser Begegnung innewohnt.
Zur Vernissage wird eine limitierte Auflage der Gedichte gedruckt.