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Die Werke der Künstlerinnen Maria Kropfitsch und Yukari Kosakai sind ganz konkret und gleichzeitig doch sehr subtil. Was direkt als Motiv oder unmittelbares Material auftritt, führt uns bald auf eine poetischere Ebene.
Die portraitartigen Figuren in Kropfitschs Zeichnungen werden zu Protagonisten einer Welt, die sich nicht im Realen verorten lässt. Sie bilden das Zentrum eines ansonsten scheinbar leeren Raumes. Auch Kropfitschs Arrangements mit alltäglichen Objekten wirken entrückt und im Raum isoliert. Das Wechselspiel von Verdichtung des Motivs und Auflösung im Umraum erschliesst ein traumartiges Dazwischen, eine seelische Ebene, die Raum lässt für Fragen nach der menschlichen Existenz, für Ängste und Gefühle.
In Kosakais Installationen gewinnen einfache, uns umgebene Materialien durch eine experimentelle Inszenierung eine poetische Bildhaftigkeit. Prozesse der Wandlung, beeinflusst von Zeit und Bewegung, werden zu Stellvertretern alltäglicher Phänomene des Lebens und ihrer Wechselwirkung untereinander. Die Installation in der Ausstellung lässt das sensible Material Wachs mit den Größen Wärme, Kraft und Zeit operieren. Was entsteht zwischen Kontrolle und Unvorhersehbarem?