Diese Veranstaltung ist bereits beendet.
Zur Eröffnung mit der Künstlerin am Samstag, 29.
November um 21 Uhr laden wir Sie und Ihre
Freunde herzlich ein.
Es spricht Dr. Ulrike Bestgen, Neues Museum
Weimar.
Musik: Silke Gonska und Christoph Theusner
1733 begann William Hogarth seine Arbeit an „A
Rake’s Progress“ („Werdegang eines Wüstlings“) -
einer Serie von Gemälden und Kupferstichen, die
den Fall des verschwenderischen Kaufmannserben
Tom Rakwell erzählen. Hogarth beabsichtigte einen
moralischen Kommentar zur englischen
Gesellschaft des mittleren 18. Jahrhunderts, schuf
aber ein zeitloses Werk. Es inspirierte 1951 Igor
Strawinsky zu einer Oper und wenige Jahre später
David Hockney zu seinem Zyklus gleichen Namens.
Ulrike Theusners Neufassung des Themas umfaßt
eine Serie von acht großformatigen Zeichnungen
und ein entsprechendes Konvolut Radierungen.
„Der Wüstling wird zur Metapher einer isolierten
Generation: erstarrt in der Fülle an Möglichkeiten,
übersättigt von unablässiger Ablenkung in einer
niemals endenden Informationsflut, dümmer
werdend trotz des leicht zugänglichen Wissens. ...
Überfluss wird zum Überdruss, der sich in einer
konsequenzlosen Antihaltung, einer
Pseudorevolution äußert. Die Versuche einer
Opposition im Schlaraffenland bleiben fragwürdig.“
Ulrike Theusner