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Ausstellung

NEW MASTERS vs modern – Ausstellung in München

NEW MASTERS vs modern
LUCAS BLOK (US)
Lucas Bloks Gemälde pulsieren und verströmen eine ruhige Komplexität. Der Künstler führt den Betrachter in eine Welt von Farbverhältnissen, die optischen Nerven und Emotionen gleichermaßen ansprechen. Zunächst erscheinen die lebendigen Farbfelder in geometrischer Strenge angeordnet um sich dann in einem Spiel aus Form und Farbe vollends zu entfalten. Die unberührten Flächen von Bloks Gemälden vibrieren: dominante Formen scheinen zu entmaterialisieren; Farb-Akkorde erstrahlen in ihrer optischen Stärke; Phantomfarben wandern quer über die Bildebene. Benachbarte Farbflächen harmonisieren oder erzeugen zarte Dissonanzen, die, wie musikalische Kompositionen zu Harmonie, Rhythmus, Zwietracht, oder Gleichgewicht werden.

ISABELLE BORGES (BR)
Es geht Isabelle Borges in ihrer Arbeit um den Raum hinter dem Raum, um Raumschichten, aber auch um Zwischenräume von Körpern der sichtbaren Wirklichkeit. Gemeint ist der Raum nicht als leerer Ort zwischen A und B, sondern eher als eine Art bewegten Gewebes, welches sich mehrfach gefaltet, sich drehend, in vielerlei Schichtungen und Verhältnissen unserer augengesteuerten Realität entzieht. Die dargestellte Räumlichkeit entsteht aus der Faltung bewegter Flächen. Das bewusste Spannungsfeld in dem sich die Künstlerin bewegt, besteht in der Subtilität, ja in der Unmöglichkeit, einer wenn auch nur bruchstückhaften Darstellung eines dramatischen, wissenschaftlichen, sich permanent drehenden und gefalteten Raumes, in einer minimalistischen Ästhetik, sprich in einer konzentrierten Form, des absolut Notwendigen und Wahren.

MARCO CASENTINI (IT)
Marco Casentini erkundet in seiner Arbeit räumliche Dynamiken von Farbe, Textur und Form. Seine von der Gestaltung des städtischen Raums inspirierten Werke spiegeln sein Interesse an Geometrie sowie Architektur und eröffnen dem Betrachter mit ihrer leuchtenden, hellen Farbpalette die Stimmung der lebendigen Häuseranstriche Südkaliforniens und Mexikos. Er dekodiert die architektonischen Oberflächen und das, was er unmittelbar wahrnimmt – das kann zum Beispiel eine Achterbahn sein –, indem er die Entwürfe von ArchitektInnen, IngenieurInnen und StadtplanerInnen dekonstruiert und neu interpretiert. Monochromatische Werke, die Casentini aus seinen europäischen Erfahrungen generiert, weisen dunklere Farben mit ihren Variationen im Farbton auf.

ALEX COUWENBERG (US)
Der in Südkalifornien geborene und aufgewachsene Maler Alex Couwenberg ist tief durch die Kunst und Lebenskultur seiner visuellen Umgebung inspiriert. So verweisen Couwenbergs Linienmuster und Farbwahl auf die Ästhetik der Moderne in Los Angeles und Süd Kaliforniens der 1950er, 60er und 70er Jahre, welche eng mit der Auto-, Skate- und Surfkultur verbunden ist. Ausgangspunkt seiner Werke ist die Kombination gestischer Malweisen und mit der geometrischen Abstraktion des Hard- Edge. Die oftmals schablonenhaften, flächigen und mit harten Kanten scharf gegeneinander abgegrenzten Farbflächen werden so zu spannungsvollen expressionistischen Form- und Kompositionsfeldern.

ANGELA GLAJCAR (DE)
Angela Glajcar verbindet Gegensätze. Ihre Papierskulpturen schweben frei im Raum oder bilden massive Blöcke. Sie wirken vom Material her leicht und zart, zeigen aber eine starke skulpturale Präsenz. Terforation nennt Angela Glajcar die Kuben aus weißen Papieren. Ihre streng geometrische Form wird aufgebrochen durch gerissene Kanten oder verschieden große Öffnungen. Durch die Staffelung der Papiere entstehen Hohlräume von einer enormen räumlichen Tiefe. Licht und Schatten machen diese lebendig. Assoziationen an gezackte Grate und das Innere tiefer Höhlen, an Gletscher- oder Felsformationen werden wach. Der Betrachter taucht ein in faszinierende Räume von vollkommener Harmonie und Ruhe.

MAXIMILIAN HEITSCH (DE)
Maximilian Heitsch ist ein in München lebender Kreativer, der in den Bereichen der freischaffenden Kunst, Grafik Design und Kulturevents arbeitet. Seine künstlerische Arbeit konzentriert sich hauptsächlich auf die Auseinandersetzung mit Raum, Bewegung und Minimalismus. Seine Werke erinnern an Ellsworth Kelly oder Frank Stella und bilden eine einfühlsame Studie zu Form und Farbe. Der Blogger Bobby Solomon von The Fox is Black bekannte sich kürzlich als „Liebhaber der Spannung, welche zwischen den Überschneidungen der Formen und der eigenen Interpretation abstrakten Flächen entsteht“. Neben seinem visuellen Portfolio kuratiert Maximilian Heitsch ebenfalls kulturelle Events wie den AABER AWARD oder das Panama Plus Festival.

ROLAND HELMER (DE)
Seit den 60er Jahren entwickelt Roland Helmer seine konstruktiv- konkreten Arbeiten mit größter Konsequenz. Sein abstrakt- geometrisches Frühwerk zeigt klare Formen, ruhige Flächen und beschränkt sich auf maximal 7 oder 8 leuchtende Farben. Die Formenvielfalt reduziert sich im Spätwerk auf schmale und breite Linien in einem senkrechten und waagrechten Bildaufbau. Die Farbpalette erweitert sich bei bestimmten Themen durch Abmischungen und Untermalungen mit weiß und schwarz. Durch optische Farbmischung deckender Farben, durch transparenten Farbauftrag und neuerdings mit der Farbe als Reflexion im Relief entwickelt Roland Helmer seine Welt der Farbe in einem strengen Formenkanon.

JESSUS HERNANDEZ (US)
Jessus Hernandez lebt und arbeitet in Südkalifornien. Architektur und Natur konvergieren in seinen Kreationen, in denen lebendige Farbe, lineare Formen, Dimension, Licht und Raum zusammenfließen, um eine geometrische abstrakte Kunstform in einer Vielzahl von überlagerten Perspektiven zu schaffen. Immer fasziniert von der Platzierung von Formen und Linien im Stadtbild, entwickelte er eine Liebe zum architektonischen Design, das zur Grundlage seiner künstlerischen Visionen wurde.

ANTONIO MARRA (IT)
Antonio Marras abstrakte Arbeiten üben durch ihren verblüffenden Wandel von Form und Farbe eine außergewöhnliche Faszination aus. Jedes seiner multi-perspektivischen Gemälde enthält stets mehrere Bilder, die sich als ein lebendiges, bewegtes Kaleidoskop mit jedem Schritt verändern. Marras Kunst wird zum überraschenden Erlebnis, indem sie uns einzigartige visuelle und räumliche Effekte erfahren lässt. Der Maler hat zu einem ganz eigenen Stil gefunden, der die Techniken von Op-Art und Orphismus reflektiert und durch neue Varianten erweitert.

YOSHIYUKI MIURA (JP)
Yoshiyuki Miuras Werke lassen sich als ordnender Eingriff in das allgegenwärtige Chaos begreifen. In seinen Skulpturen und Rauminstallationen reflektiert der japanische Künstler das Verhältnis von Raum und Zeit. Er lotet Kraft und Gegenkraft aus und bringt sie in einen harmonischen Zustand von Spannung und Ausgleich. Miura kreiert Objekte, die sich durch eine außergewöhnliche Ästhetik, Einfachheit und Präzision auszeichnen und die mit der Wahrnehmung von Dreidimensionalität spielen.

JÜRGEN PAAS (DE)
Jürgen Paas schafft Kreise, Rechtecke, Quadrate, Kuben und übersetzt sie in ein offenes Malereisystem, das Einzelaspekte wie Farbe, Form und Raum befragt. Hierbei verbindet er Systematik und Ordnung mit Zufall und Regellosigkeit, die sich in einer äußerst variantenreichen und sinnlichen Materialmalerei äußert. Auf die Wand gemalte, geklebte und montierte verschiedenfarbige Figurationen stehen im Dialog mit den darauf oder daneben platzierten Archivsystemen aus Halterungen, Farbtafeln oder Farbbändern. Das Zusammenspiel regelmäßiger geometrischer Formen suggeriert einen rhythmischen Raumklang, der im Kontext synästhetischer Wahrnehmung ein polyphones Gesamtkunstwerk zur Anschauung bringt.

FELIX RODEWALDT (DE)
Felix Rodewaldt ist eine Entdeckung aus Münchens junger Kunstszene. Mit Klebeband kreiert der Akademie-Student Bildwerke und Rauminstallationen, die so aufregend anders sind, dass er schon jetzt Clubs und Ladenlokale damit gestalten konnte. Beeindruckt von Blek le Rat oder Banksy hat er früher Stencils gesprüht. Jetzt hat er die Spraydose gegen Klebeband eingetauscht und bricht mit seiner „Tape Art“ die geltenden Normen der Kunstproduktion. In seinen neuesten Kreationen widmet sich Felix Rodewaldt Kompositionen aus 3D poliertem Edelstahl, welche sich durch Ihre Polyperspektivität und Vielseitigkeit auszeichnen.

RITA ROHLFING (DE)
Rita Rohlfing konstruiert Farbräume in denen sie skulpturale und malerische Elemente so miteinander verknüpft, dass sie sich in ihren jeweiligen Komponenten gegenseitig gleichsam aufheben um gemeinsam ein drittes Element zu schaffen, das vor allem Raum ist und Farbe. „Raum, Farbe, Licht werden ihrer Eindeutigkeit enthoben und erscheinen als „Zwielicht“, das uns in seinen Bann zieht. Diese Symbiose zwischen Sehen und Denken, zwischen Wahrnehmung und Reflexion ist ein zentrales Thema in Rita Rohlfings künstlerischer Arbeit, dem sie sich über Malerei und Raumarchitektur in immer wieder Neuen und erfrischend überraschenden Installationen nähert und den Betrachter mit einbezieht in dieses Erfahrungskontinuum.

DIRK SALZ (DE)
Dirk Salz arbeitet an Gemälden, deren auffälligstes Merkmal ihre hochglänzenden Oberflächen sind. Diese kommen durch den Einsatz mehrschichtig aufgetragener, mit Pigmenten versehener Epoxidharze und die Versiegelung mit Polyurethanlack zustande. Die Bilder von Dirk Salz zielen immer auf die Erfahrung der Zeitlichkeit des Sehens. Sie fordern einen aktiven Betrachter, der sich die Zeit nimmt, sich vor den sich zunächst verschließenden Arbeiten hin und her, vor und zurück zu bewegen, den Blick jeweils neu zu fokussieren, um sich so langsam ihre Komplexität zu erschließen. Reflexion ist bei diesen Arbeiten also in zweierlei Form im Spiel: optisch als die Spiegelungseigenschaft der Bildoberflächen, rezeptionsästhetisch als die Reflexion des Betrachters auf seine eigene Seh-Erfahrung.

INA VON JAN (DE)
Bei der Malerin und Bildhauerin Ina von Jan steht die Erforschung der Farbe, ihrer Wahrnehmung und Wirkung, ihrer Leuchtkraft und Farbintensität im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit. In ihren Acrylglasobjekten und –installationen macht sie sich dabei die optischen Effekte von Reflexion, Beugung und Brechung des Lichtes, der Farbe sowie des transparenten Materials zu Nutze. „Ich möchte mit der Kraft der Farbe in ihrer Eigenständigkeit - frei von belastenden Inhalten, wie Kritik, Gewalt, Symbolik - als universelle Sprache Menschen berühren und verbinden.“

Weitere Ausstellungen 2016

Masters of Light
26.02.2016–28.05.2016
Masters of Light
Finissage Masters of Light und Sondershow Leo & Björn
27.05.2016
Finissage Masters of Light und Sondershow Leo & Björn
New Masters
03.06.2016–03.09.2016
New Masters
OPEN ART 2016: Perspectivity
09.09.2016–22.10.2016
OPEN ART 2016: Perspectivity