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Mit der Ausstellung „Remembers only“ präsentiert Jörg Heitsch den Multitasker Jim Avignon, der international als Maler, Musiker, Illustrator und Performer aktiv ist. Der schnelle Wechsel zwischen Sparten, Genres, Milieus und Kontexten ist Teil der künstlerischen Strategie Jim Avignons. Die Regeln des Kunstmarktes haben ihn noch nie interessiert, nur wenn es galt, sie zu brechen oder ironische Spielchen mit ihnen zu treiben. Seine fantastisch anmutenden, poppigen Bilder mit großen Farbflächen und klaren, schwarzen Umrisslinien sind Sittengemälde der Neuzeit.
Die Bilder des Multitaskers Avignon sind ein Mashup aus cartooniger Figuration, expressionistischem Bildaufbau und oft dominant aufs Bild gemalten Titeln. Er thematisiert in seinen Arbeiten die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft und kritisiert mit oft schwarzem Humor Ungleichheit und soziale Ungerechtigkeit. Seine Figurengruppen erinnern dabei an sozial- und gesellschaftskritische Gemälde eines George Grosz oder Otto Dix. In der Ausstellung "Remembers only“ nimmt Jim Avignon Bezug auf ausgewählte Kunstwerke, die im direkten Kontext zur Kunstgeschichte bzw zu den in der Kunstgeschichte anerkannten Alten Meister stehen.
Zu den Projekten Avignons zählen eine Performance während der Documenta X, in der er – außerhalb des offiziellen Ausstellungsprogramms – jeden Tag ein neues Bild malte, um es daraufhin wieder zu vernichten, und die Anfertigung eines Gemäldes mit einer Fläche von 2800 m², das anlässlich der Wiedereröffnungsfeier des Berliner Olympiastadions von 132 Sportlern in das Stadion getragen wurde. Ein weiteres bekanntes, öffentlich zugängliches Werk Avignons ist ein von ihm bemalter Abschnitt des längsten erhaltenen Berliner Mauerabschnittes, der East Side Gallery. Im Oktober 2013 übermalte Avignon in einer öffentlichkeitswirksamen Aktion sein eigenes, unter Denkmalschutz stehendes Mauerbild von 1991 mit Unterstützung mehrerer Kunstschüler ohne eine Genehmigung dafür zu besitzen.