Ausstellung Museum Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle Durbach bei Offenburg
Datum: 15.10.2016 - 23.04.2017
Künstler: Baselitz, Klee, Jorn, Corneille, Geiger, Droese, Götz, Schultze, Sturm, Prem, Grützke, Berges, Stöhrer, Grieshaber, Antes, Zangs, u.a.
Veranstalter & Ort:
Museum Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle Durbach bei Offenburg
77770 Durbach
Vier Jahreszeiten, Almstr. 49
Vom 15. Oktober 2016 bis zum 23. April 2017 sind im Museum für Aktuelle Kunst Durbach in der Ausstellung „PANORAMA - Imagination und Sprache. Schlüsselwerke der Sammlung Hurrle“ Arbeiten zu sehen, die wegweisend für die weitere Entwicklung der Kunst waren und ein wichtiges Verbindungsglied zwischen der vorhergegangenen Kunst und einem neuen Ansatz in der Kunst darstellen. In dreizehn Panoramen wird jeweils ein Schlüsselwerk in Beziehung gesetzt zu anderen Werken der Sammlung und so visuelle, kunsthistorische und künstlerische Verbindungen verdeutlicht.
„La langue et l’imagination“ (Imagination und Sprache) ist ein Bild des dänischen Künstlers Asger Jorn aus dem Jahr 1960. Es ist nicht nur ein Schlüsselbild in der Sammlung Hurrle, sondern gibt auch zugleich das Programm der Ausstellung Panorama vor. Die (künstlerische) Sprache und die (visionäre) Vorstellung sind die Grundkonstanten eines Werks – auf sie will die Ausstellung die Aufmerksamkeit lenken.
Unter einem Schlüsselwerk ist ein Bild zu verstehen, mit dessen Hilfe sich ein größerer Zusammenhang erschließt oder das an einer Schnittstelle steht, einen Umbruch oder eine Neuorientierung aufzeigt. Schlüsselbilder kann es in der Werkentwicklung eines einzelnen Künstlers oder einer Künstlerin oder einer Künstlergruppe, aber auch für eine bestimmte Zeit, einen Ort oder eine Region geben. Sie verbinden Eigenheiten vorhergehender Kunstwerke mit neuen Merkmalen, die wegweisend für die weitere Kunstentwicklung sind. In ihnen manifestiert sich der Zeitgeist, und in diesem Sinne sind sie Herzstücke der Sammlung, da sie auch für diese charakteristisch sind und sie sich um die Schlüsselwerke herum entwickelt.
Schwerpunkt der Sammlung Hurrle waren stets weniger die Superstars des Kunstmarkts, sondern das Interesse gilt den Wegbereitern unter den Künstlern, der künstlerischen Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg und insbesondere den Verbindungen zwischen Künstlern – Lehrverhältnisse, Freundschaften, Künstlergruppen und Rivalitäten. So wird auch in der Ausstellung „Panorama“ die künstlerische Vernetzung rund um zehn ausgewählte Schlüsselwerke sichtbar gemacht und das Einzelwerk in einen größeren kunsthistorischen Kontext gestellt. Dem Besucher öffnen sich damit ein neuer Zugang zum einzelnen Werk und ein Einblick in kunsthistorische Zusammenhänge.
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