Robert Kuśmirowski | Lindenstr. 35 Ausstellung Berlin
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Ausstellung: 29.04.2017 - 02.09.2017

Künstler: Robert Kuśmirowski

Veranstalter & Ort:
Galerie ZAK | BRANICKA
10969 Berlin
Lindenstraße 35

Die Galerie ŻAK | BRANICKA freut sich, Robert Kuśmirowskis „Lindenstraße 35” im Rahmen des diesjährigen Gallery Weekend Berlin zu präsentieren. Für die Zeit der Ausstellung werden die Galerienräume verschwinden; anstelle des gewohnten Ausstellungsraumes wird die Zeit an diesem Ort um etwa achtzig Jahre zurück versetzt. Das besondere dabei: diese Geschichte ist wahr.

Für die Galerie ŻAK | BRANICKA ist 2017 ein sehr besonderes Jahr, denn sie debütierte 2007 mit der Ausstellung „Datamatic 880” im Galerienhaus in der Lindenstraße 35. Wie zehn Jahre zuvor, wird wieder Kuśmirowski die Galerieräume mit einem diesem Ort und dem Gebäude gewidmeten Projekt bespielen.

Kuśmirowski lässt in seiner künstlerischen Praxis Fakten und Fiktion verschwimmen indem er die Ortsgeschichte der Galerie als Ausgangspunkt für seine spielerische Forschung verwendet. Er sammelt, formt und konstruiert diese fein gearbeiteten Momentaufnahmen, um uns daran zu erinnern, dass die Vergangenheit dazu tendiert, sich selbst zu wiederholen. Er untersucht die Vorstellungen von Geschichte und ihrer Repräsentation, sowie jene der Erinnerung; zeigt jedoch auch auf eine unheimliche Art und Weise seine Selbstidentifikation mit einer gedachten kollektiven Vergangenheit. Kuśmirowski verwendet die Vergangenheit als Rohmaterial und erfindet sie gleichzeitig neu, denn er verwendet Fake-Fotografien, Fälschungen und unwahrscheinliche Materialien, die unsere individuelle und kollektive Erinnerung hinterfragen. Somit verwandelt er die Gegenwart in seine persönliche, imaginäre Zeitkapsel. Kuśmirowski nimmt in diesen gedachten Installationen die Rolle des Protagonisten ein, und ist gleichsam Darsteller, Regisseur und Publikum.

Für die 4. Berlin Biennale bildete er in der ehemaligen Mädchenschule in Berlin einen Eisenbahnwagen nach, der jenen glich, die für Häftlingstransporte nach Auschwitz genutzt wurden. Für das Barbican in London verwandelte er einen Teil des Kunstzentrums in einen lebensgroßen Bunker aus der Zeit des 2. Weltkrieges. Mit seinem neusten Projekt für ŻAK | BRANICKA, führt die Zeitreise nun in die frühen dreißiger Jahre zu den Anfängen des Traumes von der Luftfahrt...

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Robert Kuśmirowski wurde 1973 in Łódź, Polen, geboren. Er lebt und arbeitet in Lublin. Er ist Performer, Installations- und Objektkünstler, Fotograf und Zeichner. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Institutionen gezeigt, darunter Secession, Wien (2003), Martin-Gropius-Bau, Berlin (2004), Kunsthalle Wien (2005), 4. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst (2006), Palais de Tokyo, Paris (2008), Torino Triennale (2008), Hamburger Bahnhof, Berlin (2009 und 2012), Nottingham Contemporary (2010), Mori Art Museum, Tokyo (2011), 3. Biennale Tel Aviv (2011), 11. & 13. Biennale Lyon (2011, 2015), KW Institute for Contemporary Art, Berlin (2012). Einzelausstellungen Kuśmirowskis wurden in Institutionen wie dem Stedelijk Van Abbe Museum, Eindhoven (2005), dem Kunstverein Hamburg (2006), dem Migros Museum, Zürich (2006), der Barbican Art Gallery, London (2009) oder dem Neuen Kunstverein Wien (2016) gezeigt. Seine Arbeiten sind Teil zahlreicher internationaler Sammlungen wie der Boros Collection, der Olbricht Collection oder der Sandretto Re Rebaudengo Collection.

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