CSATATÉR – SCHLACHTFELD III Homo dolorosus Ausstellung Koeln
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Ausstellung: 05.05.2018 - 23.06.2018

Künstler: Botond, Peter Gilles, Herbert Falken

Veranstalter & Ort:
Galerie Galerie Koppelmann – Kunstwerk Nippes
50733 Koeln
Baudristr.5

Nach der Auftaktveranstaltung in Budapest im Oktober letzten Jahres zeigt die Galerie Koppelmann – Kunstwerk Nippes nun in Köln unter dem Titel CSATATÉR – SCHLACHTFELD eine Reihe thematischer Gruppen- und Einzelausstellungen, in der ungarische und deutsche Positionen präsentiert werden.
Unterschiedliche Interpretationen des Begriffs „Schlachtfeld“ – vom konkreten Kriegsschauplatz, über die abstrakte Form des Zerstörens und Erschaffens, bis hin zur Destruktivität der menschlichen Psyche und Verletzlichkeit des Körpers – stecken den thematischen Kosmos ab. In der Kölner Galerie war als erste Position die Kölner Künstlerin Marlini Wickramasinha mit großflächigen Malereien in ausdrucksvollen Grauabstufungen zu sehen. Indem sie Fotografien von realen Kriegsszenen in die malerische Ästhetik ähnlich eines Stilllebens übersetzt, wird deutlich, wie nah Schönheit und Schrecken beieinander liegen.
Bei den abstrakten Wandobjekten der ungarischen Künstlerin Éva Köves ist zunächst das abgebildete Objekt nicht zu erkennen. Vielmehr sind seine Einzelteile, Fragmente und Splitterstücke in dynamischer Anordnung präsentiert. Die Dekonstruktion ermöglicht ein ganzes Kaleidoskop von Wahrnehmungen und öffnet vielfältige Assoziationsräume.
Vom Konkreten – zum Abstrakten – zum Menschen. Der dritte Teil der Ausstellungsreihe kehrt zum Verursacher, dem erschaffenden, zerstörenden und doch von den Naturgewalten und der Stofflichkeit begrenzten Menschen zurück. Die in der Gruppenausstellung gezeigten Werke von Botond, Peter Gilles und Herbert Falken zirkulieren um die Kreatürlichkeit, Verletzlichkeit, fleischliche Existenz und Identität des Individuums sowie rückwirkend: des Künstlers.
Botond setzt das Thema des homo dolorosus in archaisch anmutenden Aktzeichnungen um. Einerseits anonym, roh und ehrlich geben Botonds Werke dennoch ganz präzise die existenzielle Gegenständlichkeit des Menschen wieder; Mit all ihrer Verwundbarkeit, dem Schmerz und der Depression.
Als modernes Altarbild hing das Triptychon „Judaslohn“ des Kölner Aktionskünstlers Peter Gilles schon in der Kölner Kirche Sankt Peter. Sein Werk verweist auf die Fragen von Schuld und Verrat. Drei Uniformmäntel, verkrustet von Erde und Blut, durchstochen von Holzspießen und einer Neonröhre, führen in kollektive Abgründe.
Peter Gilles extrahiert in seinen Arbeiten den leidenden Menschen auf das Wesentliche: sein Blut. Die für ihn typischen Eigenblut-Autoanthropometrien sind materieller Bildträger, künstlerische Performance und Abbild fragiler, menschlicher Existenz in Einem. In Form des eigenen Körperabdrucks scheint der Mensch in seiner Kreatürlichkeit, der Natur, dem Hang zur Gewalt und Zerstörung anwesend zu sein.
Dem menschlichen Wesen mit all seinen Abgründen widmet sich ebenfalls Herbert Falken. Die Serie großformatiger Papierarbeiten trägt den bezeichnenden Titel „Sklaven“. In monochromer Ästhetik zirkuliert darin die Darstellung des menschlichen Körpers um existenzielle Themen wie Krankheit, Tod, Glaube und die Grenzen des Individuums.

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