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In ihrer gemeinsamen Ausstellung “Liminality” beschäftigen sich Fahed Halabi und Sven Scharfenberg auf verschiedenen Wegen mit dem Konzept der Liminalität. Der vom Ethnologen Victor Turner geprägte Begriff bezeichnet im ursprünglichen Sinn Schwellenzustände in Ritualen, bei denen sich Individuen oder Gruppen für einen begrenzten Zeitraum außerhalb bestehender Sozialordnungen in einem Übergang zwischen Jugend und Erwachsensein befinden. In seiner weiteren Geschichte wurde der von Turner mit „betwixt and between“ beschriebene Zustand auf allerlei andere uneindeutige Zustände übertragen.
Fahed Halabi befasst sich in seiner aktuellen Serie mit solche Schwellenzuständen, die entstehen, wenn die klassischerweise mit religiösen Schriften und poetischen Texten assoziierte arabische Kalligrafie in Kontrast zu trivialen Inhalten von umgangssprachlich geschriebenen WhatsApp-Verläufen zusammentrifft. Seine Gemälde zeigen dabei Zustände zwischen heilig und alltäglich, hell und dunkel, klar und unklar, lesbar und nicht lesbar.
Sven Scharfenberg hingegen verwendet das Konzept,um Orte des Wandels und Übergangs zu beschreiben, die im Alltag zwar häufig präsent sind, jedoch meist unbeachtet bleiben. Seine Darstellungen von Brachland,Schwertransporten und eingerissenen Wänden changieren dabei zwischen klassischer Ölmalerei und Street Art,fein gemalten Details und grober Malweise, realen und fiktiven Elementen.