room with a view – Transformation des dreidimensionalen Raums in der Fotografie Ausstellung Dortmund
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Ausstellung: 07.09.2019 - 13.10.2019

Künstler: Chris Engman, Emma Hart, Katharina Kiebacher, Alexandra Leykauf, Susa Templin

Veranstalter & Ort:
Kunstverein Künstlerhaus Dortmund
44147 Dortmund
Sunderweg 1

Ausstellungseröffnung
Freitag, 06.09.2019 um 20 Uhr
Künstlerhaus Dortmund, Sunderweg 1, 44147 Dortmund

Die Ausstellung room with a view thematisiert die Transformationsprozesse, die innerhalb des Mediums Fotografie auftauchen und wie dabei der dreidimensionale Raum vor der Kameralinse auf ein zweidimensionales Bild reduziert wird.
Welche Möglichkeiten und Wahrnehmungen von Raum gehen verloren oder welche kommen durch eine bildhauerische, skulpturale Übersetzung in den Raum dazu? Die fünf Positionen zeigen künstlerische Werke, die sich mit der Verschmelzung von realen Räumen, imaginären Bildräumen bis hin zu objekthaften Raumerfahrungen beschäftigen.

Für seine Videoarbeiten fährt Chris Engman in die Natur der Westküste der USA. An menschenleere Orte, die er als „Settings“, als „leere Leinwand“ versteht. Seine dort errichteten temporären Interventionen und Skulpturen sind aufwändig installiert, bestehen jedoch aus einfachsten Baumaterialien wie Sand, Sperrholz, Seilen oder Betonsteinen. Ist die Fotoarbeit abgeschlossen, bleiben die Installationen zurück und werden sich selbst überlassen.

In Emma Harts Kunstwerken werden Beziehungen ausgelotet. Persönliche, häusliche und familiäre Beziehungen werden unangenehm entlarvt, während das Machtverhältnis zwischen Betrachter und Kunstwerk - wer kümmert sich um wen? - hinterfragt wird.

Katharina Kiebachers Arbeiten untersuchen die vielfältigen Beziehungen zwischen Bildern und Objekten und beschäftigen sich mit dem spielerischen Übergang von zwei- zu dreidimensionalen Erscheinungsformen. Ihre fotografischen Motive stammen aus dem Alltag und sind von architektonischen Strukturen und urbanen Mustern inspiriert. Im Zentrum steht die Verbindung von Skulptur und Fotografie und damit die Konfrontation zweier sehr unterschiedlicher Materialien: Keramik und fotografische Inkjet-Prints.

In Alexandra Leykaufs Arbeiten ist die Auseinandersetzung mit Bildräumen und ihrer eigenen mentalen und physischen Beziehung zu ihnen ein wiederkehrendes Thema. Viele ihrer Arbeiten spielen mit dem Übergang von einem dreidimensionalen Objekt zur Oberfläche des Bildes und zurück zu einer räumlichen Erfahrung.

Susa Templin arbeitet mit Fotografie und dreidimensionalen Raummodellen. Einem Konzept, das sie während ihres Atelierstipendiums in New York konkretisiert und seither weiter entwickelt hat.
Wie funktioniert Wahrnehmung im gebauten Raum und wie lassen sich Raumerfahrungen in Bilder setzen? Fragen wie diese beschäftigen Susa Templin seit langem.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.