10. TRIENNALE Fellbach BODYCHECK Ausstellung Fellbach
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Ausstellung: 23.06.2007 - 23.09.2007

Künstler: Pawel Althamer, Vladimir Arkhipov, Yuri Avvakumov, Stephan Balkenhol, Joseph Beuys, Louise Bourgeois, Michal Budny, Kirill Chelushkin, Mária Chilf, Berlinde de Bruyckere, Stefan Demary, Katharina Fritsch, Twin Gabriel, Kristof Georgen, Tamara Grcic, Benjamin Greber, Sabine Groß, Daniel Hausig, Thaddäus Hüppi, Piotr Jaros, Katarzyna Jozefowicz, Iris Kettner, Daniel Knorr, Alexej Koschkarow, Jaroslaw Kozakiewicz, Antal Lakner, Zbigniew Libera, Axel Lieber, Rita McBride, Paul McCarthy, Olaf Metzel, Sandra Munzel, Vikentiy Nilin, David Renggli, Jason Rhoades, Michael Sailstorfer, Karin Sander, Gregor Schneider, Marko Schuler, Sergey Shutov, Dirk Skreber, Martin Städeli, Mathilde ter Heijne, Paul Thek, Natalia Turnova, Marcus Weber, Where Dogs run, Georg Winter, Johannes Wohnseifer, Artur Zmijewski u.a.

Veranstalter & Ort:
Institution Kulturamt Fellbach
70734 Fellbach
Marktplatz 1

Was vermag Skulptur heute? Was ist das Eigene von Bildhauerei im Vergleich zu anderen künstlerischen Ausdrucksweisen – zu Malerei, Zeichnung, Fotografie, Video, interdisziplinärer Multimediakunst?

Skulptur vermag sehr viel. Den präzisen Antworten, die Künstler heute geben, folgt die 10. Triennale in Fellbach in einer konzentrierenden, fokussierenden Bewegung. Lebendig und spannend ist zeitgenössische Bildhauerei heute dort, wo sie räumlich konkret und leiblich präsent wird, wo sie in Differenz zum alltäglichen und diskursiven Text der eigenen Bildhaftigkeit vertraut, weniger dort, wo globale Problemkompetenz, allseitige Anschlussfähigkeit und feuilletonistische Meinungstests ausstellungsartig inszeniert werden.

Unsere heutige Alltagswelt ist eine Umwelt voller Hilfsgeräte. Wir lassen uns von Steuerungsinstrumenten leiten und orientieren uns nach sprachlich-symbolischen und visuellen Zeichensystemen. Gewohnheitsgemäß drücken wir auf Schalter und Knöpfe, richten uns nach Piktogrammen, bedienen Gaspedale und Geldautomaten. Die meisten Dinge, mit denen wir tagtäglich umgehen, sind Maschinen oder Wegwerfartikel, so oder so Massenprodukte. Informationen und Nachrichten, also die konkrete Anschauung der unsere Situation prägenden Einflüsse, erreichen uns elektronisch vermittelt und digital aufbereitet. Das eigentliche Gegenüber unserer subjektiven Alltagsbewältigung, das objekthafte Ding, gerät aus unserem Blickfeld und unserer Wahrnehmung.

Wie ein Stolperstein legt sich da das Skulpturale in den Weg. Das Kunstwerk ist das Gegenteil eines Massenartikels, es steht für den Anspruch einer konkreten, nicht austauschbaren Erfahrung. Selbst dinghaft, hält die Skulptur unseren Zugang zum einzelnen, konkreten Ding offen. Als Skulptur ist das Kunstwerk körperlich präsent und tatsächlich begreifbar. Anders als die Fotografie, Malerei oder digital animierte Bildschirmoberfläche (oder Lesetext) wendet sich Skulptur nicht an das isolierte Auge, sondern an den wahrnehmenden ganzen Leib.

10. TRIENNALE Fellbach BODYCHECK Ausstellung Fellbach

23.06.2007 - 23.09.2007
10. TRIENNALE Fellbach BODYCHECK