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Friedrich Sebastian Feichter wurde 1962 geboren. Er besuchte von 1977 bis 1980 die Schnitzschule St. Jakob im Ahrntal. In den Jahren 1987 und 1988 studierte Friedrich Sebastian Feichter an der Höheren Technischen Lehranstalt in Graz, Österreich. Dort besuchte er die Meisterklasse. In den 90er Jahren begann Friedrich Sebastian Feichter mit dem Zyklus Homo solaris. Dieser Zyklus stellt eine Weiterentwicklung zu früheren Arbeiten dar, in denen die Natur thematisiert wird. Von diesen fast vermenschlichten Pflanzenskulpturen gelangt Feichter zu den Homines solares, den „Sonnenmenschen“. Sie sind menschenähnliche Wesen aus einer fernen Zukunft, oder, mit Feichters eigenen Worten, „Menschen des dritten Jahrtausends“. „Im Herbst 1996 hatte ich einen Traum: ich war von vielen Wesen mit runden Körpern und langen Beinen umgeben, die sich schwebend über den Boden bewegten. ... Ihr Körper grenzt nun an eine vollkommene Form, eine Grundform, wie etwa eine Kugel oder ein Ei. Nur ihre Beine sind die letzte Verbindung zur festen Materie Erde.“ Diese Vision einer zukünftigen Daseinsform des Menschen setzt Feichter in seinen filigran-eleganten und heiter-lebendigen Skulpturen um. Für seine Werke verwendet er Holz, das er bemalt, oder Stein, den er poliert, aber auch Aluminium oder Beton. Dabei bearbeitet er die Materialien so, dass die unmittelbare Assoziation darüber verlorengeht (wie z.B. die Schwere des Steins). Feichter gelingt es, die unterschiedlichen Materialen zu einem harmonischen Gefüge zusammenzufassen. Trotz ihrer Größe wirken die Homines solares weder aggressiv noch bedrohlich, sondern strahlen Leichtigkeit und Unbeschwertheit aus. Sie haben die Gegensätze der Natur überwunden und leben in einer anderen, von uns weit entfernten Welt. Gerade heute wirkt diese Harmonie zwischen menschlichem Wesen und Natur fast utopisch. Friedrich Sebastian Feichters Sonnenmenschen wurden seit 1997 sehr erfolgreich auf internationalen Kunstmessen in ganz Europa präsentiert. Gleich die erste Performance mit 40 Skulpturen auf Passo Valparola, 2 500 m hoch in der wilden Landschaft der Dolomiten gelegen, bekam großes Medieninteresse und die Öffentlichkeit reagierte begeistert. Im Art Center Berlin wird nun die neueste Variante des Homo solaris Zyklus von Friedrich Sebastian Feichter gezeigt.