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Ausstellung

Marc von der Hocht / Sampleslayer und Erik Schmelz / Perfect Move – Ausstellung in Wiesbaden

Marc von der Hocht / Sampleslayer und Erik Schmelz / Perfect Move
Vom 6. bis zum 20. Dezember zeigt der NKV die Abschlussausstellungen von zwei jungen Künstlern, die an der der Akademie für Bildende Künste in Mainz studieren. Erik Schmelz (*1976, Mainz) ist Meisterschüler bei Prof. Dr. Vladimir Spacek und Marc von der Hocht (*1980, Wilhelmshaven) Examensstudent bei Prof. Anne Berning.

In seiner Ausstellung Perfect Move beschäftigt sich Erik Schmelz mit Wohnen, Ordnung im Raum und Raum per se als existenzielle Bestandteile des menschlichen Lebens. Handlungen wie das Umziehen, das Umräumen und Einräumen sowie hierzu gebräuchliche Utensilien wie z. B. Kartons oder Klebeband sind stetig wiederkehrende Motive in seinen Arbeiten.
Neben Fotografien, die Schmelz als Skizzen bezeichnet, werden in den Ausstellungen drei Videoarbeiten präsentiert. In „17-Piece“ (2008) räumt der Protagonist Mobiliar und Gegenstände aus einem rot tapezierten Raum, und es bleiben von diesen weiße Silhouetten. Die Handlung des Wegräumens endet schließlich in der Auflösung des Raums in eine weiße Fläche.
Die Videoinstallation „Schön, Warm, Gewitter.“ (2009) behandelt den Versuch der Verortung und führt diesen zugleich ad absurdum: Mit verschlossenen Augen kreist ein Protagonisten mit seinem Finger über einem weißen Globus, auf dem keinerlei geographische Koordinaten verzeichnet sind.
Das dritte Video ist schließlich die jüngste Arbeit Schmelz’ und wird in der Ausstellung im NKV erstmalig präsentiert. Sie behandelt Ordnung im Raum, die soweit geführt wird, dass in ihr graphische Strukturen erkennbar werden. Auch hier wird Weiß, wie in den anderen Arbeiten, eine zentrale Rolle zuteil.


Marc von der Hocht nimmt eine klassische Position ein. Neben Gemälden der Serien „Headliners“ und „Maschinen“ zeigt die Ausstellung Sampleslayer kinetische Objekte und dazugehörige Zeichnungen.
Die „Headliners“ sind typisierte Porträts, die auf Stilrichtungen der jüngeren Kunstgeschichte referieren, niemals jedoch konkret auf einen Künstler, und damit zugleich die Bestrebung einer einzigartigen Künstlerhandschrift negieren. Ausgeführt in unterschiedlichen malerischen Habitus thematisieren sie Farbe und Struktur als autonome Bildinhalte.
Von der Hochts „Maschinenbilder“ zeigen abstrahierte technische Geräte in verschiedensten Ausführungen, die jedoch alle einer offensichtlichen Funktion entbehren. Entgegen Sullivans berühmtem Gestaltungsleitsatz „form follows function“, gesteht von der Hocht den Maschinen eine Berechtigung allein auf Grundlage ihrer ästhetischen Qualität zu. Die Funktion tritt hinter die Form und bleibt für den Betrachter rätselhaft.
Das Form- und Motivvokabular beider Serien speist sich aus einem umfangreichen Archiv des Künstlers, welches Bilder und Vorlagen aus dem Internet, Zeitschriften, Werbeanzeigen, Fotografien u. a. umfasst.
Neben den malerischen Werken präsentiert die Ausstellung zwei Objekte, die mittels Bewegungsmelder oder Schaltern in Bewegung versetzt werden: „Treiber Nr. 8“ (2009) sowie ein neues, erstmalig im NKV realisiertes kinetisches Objekt.

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