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Vom 15. Juli bis 31.August zeigt die Galerie P13 plastische Arbeiten des Künstlers Christian Rudolph, darunter raumgreifende Stahlskulpturen ebenso wie Metall-und Papierfaltungen. Christian Rudolph, der mittlerweile in Irsee im Allgäu lebt, studierte als Meisterschüler an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg.
Man möchte, fasziniert von deren technischer Unanfechtbarkeit, Makellosigkeit und Präzision, Rudolphs Arbeiten nicht nur ansehen sondern anfassen. Material und Form bestimmen das Wesen dieser Plastiken und treten in eine spannungsreiche Korrespondenz. Indem man den ‚Raumspuren’, so der Titel einer Werkgruppe, folgt begreift man, dass die formelhaften Prinzipien der Geometrie hier keinem Selbstzweck folgen, sondern als Werkzeuge Teil eines intuitiven, organischen Entstehungsprozesses sind. Rudolph ist der kluge Strippenzieher, der verständige Schöpfer der einer technisch-strategischen Formensprache das Element der Bewegung hinzufügt und ihr so, für den Betrachter spürbar, Leben einhaucht. Mit seiner kontemplativen Arbeitsweise, teilweise unterstützt durch monochrome Farbgebung, nötigt Rudolph dem klassischen strengen Sujet der Metallplastik neue Originalität ab. Beim Arbeiten lässt sich der Künstler ganz von seinen Maximen: Einfachheit, Exaktheit, Nachvollziehbarkeit leiten. „In der Einfachheit steckt so viel Kompliziertes, dass man gar nicht einfach genug sein kann. Je überladener eine Form ist, desto weniger sieht man das Wesentliche“. Ein Leitsatz, der ganz besonders für die in Ihrer faszinierenden Präzision und Schlichtheit ungemein überzeugenden Metallfaltarbeiten gilt. Hier kann der Betrachter ganz eintauchen in geometrische Berechnung und scheinbar müheloser aber auf den zweiten Blick doch völlig paradoxer Verwendung des eingesetzten Materials, Metall, das wie Papier gefaltet wirkt.