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‚take shelter’ - ‚in Deckung gehen’ - ‚sich unterstellen’ umschreibt das assoziative Feld, in dem sich die gezeigten Arbeiten bewegen, und verweist gleichzeitig auf das grundsätzlich Fragile und Ausgesetzte menschlichen Seins, das
Schutz in vielfältiger Hinsicht benötigt und sucht. - Dies vor dem Hintergrund finanziell zusammenbrechender Staaten, die sich untern einen Schutzschirm stellen, den andere aufspannen, oder Schutzzonen vor radioaktiv verseuchten
Gebieten.#
Als vermeintliche Schutzzone kann auch das Konstrukt der Familie betrachtet werden. All diese Schutzzonen demonstrieren aber letztlich nur eines: ihre Unsicherheit. Damit wird das ‚take shelter’ zum Dauerreflex in einem unsicheren Leben.#
Die Frau, die sich mit den 2 Jungen auf den Boden drückt (‚on the ground’) oder der Mann, der sich zur Kugel zusammen rollt (‚like a sphere’) sind an keinen bestimmten Kontext mehr gebunden. Sie fungieren vielmehr als allgemeingültige Chiffren des Bedrohten. Die Größe ihrer Darstellung sowie deren Zusammensetzung aus Hunderten von bunten, zusammengeschmolzenen Plastikperlen unterstützt deren ikonografische Wirkung und verweist
gleichzeitig auf deren Ursprung als Teil eines gerasterten Pressebildes.#
Die bunten, unscharfen Familienporträts in teilweise klassischer Komposition sind Teil einer Werkgruppe mit dem Titel ‚my family’, die Videoinstallationen und Fotografien beinhaltet und die die Bilder bzw. Videos befragt, die Familien von sich ins Internet stellen.