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Auch nach 100 Jahren der konkreten Kunst zeigen sich zeitgenössische Künstler, Designer oder Architekten fasziniert von den Ideen einer universalen und autonomen Kunst sowie des gemeinschaftlichen und transdisziplinären Engagements aller Künste. Doch was zeichnet diese Faszination aus? Welche visuellen Darstellungsformen ergeben sich aus dem Oszillieren zwischen Affirmation und Negation, Aufgreifen und Verwehren der auf immer vorangestellten Vor-Bilder? Eben diesen Fragen stellen sich Michael Biber und Hannes Gumpp in „Eine Frau, ein Baum, eine Kuh“. Dabei ist der Anspruch weder eine letztgültige und systematische Beantwortung, noch die allumfassende Präsentation einer aktuellen konkreten Kunstrichtung. Das Ausstellungsprojekt ist vielmehr als subjektive Extraktion der Gegenwart zu begreifen – ein wenig wie auch Andy Warhols „Time Capsules“, die nicht nur Spiegelbild und kollektives Gedächtnis der amerikanischen Gesellschaft der 60er bis 80er Jahre sind, sondern auch einen detaillierten Einblick in das Leben und die Vorgehensweise des Künstlers selbst gestatten. „Eine Frau, ein Baum, eine Kuh“ präsentiert sich als Werk und Ausstellungsrahmen zugleich. Die Konzeption als begehbare Raum-in-Raum-Installation erlaubt dabei einerseits die Einbindung und das Fortschreiben einer kunsthistorischen Tradition, andererseits, durch die Schaffung eines eigenen (Frei-)Raums, eine Distanzierung und Abgrenzung zu den allzu großen Vor-Bildern.
Kuratiert von Michael Biber und Hannes Gumpp auf Einladung von Ann-Kathrin Strecker.
In Kooperation mit dem Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt.
Termine
Eröffnung: Donnerstag, 13. September, 19 Uhr