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Als 1977 Aras Örens Gedichtband Privatexil
erschien, schrieb Peter von Becker,
auch die beiden zuvor publizierten Poeme Was will
Niyazi in der Naunynstraße (1973)
und Der kurze Traum aus Kagithane (1974)
einbeziehend, in der ZEIT: "Aras Örens Gedichte
gehören für mich zum Schönsten und in einem
nicht nur binnenliterarischen
Sinne Bedeutungsvollsten, was im deutschen
Sprachraum in den letzten Jahren geschrieben
wurde."
Seither sind fast vierzig Jahre vergangen, und bis
zur Jahrtausendwende veröffentlichte
Aras Ören, der sich 1969 in West-Berlin
niedergelassen hatte und neben seiner
schriftstellerischen Arbeit als Redakteur beim
Sender Freies Berlin tätig war, schließlich
die türkische Redaktion von Radio Multikulti des
RBB leitete, mehr als 30 Titel in deutscher Sprache:
Gedichtbände, Romane, Erzählungen…
1981 erhielt er die Ehrengabe der Bayrischen
Akademie der Schönen Künste, 1985 wurde
er mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis
ausgezeichnet, 1999 hatte er eine Poetik-Dozentur
an der Universität Tübingen inne, und im Mai 2012
wurde Aras Ören als Mitglied in die Akademie der
Künste, Berlin, berufen.
Doch um den Schriftsteller Aras Ören, der in der
Türkei auch in den letzten Jahren neue literarische
Werke publizierte, war es in der deutschen
Verlagslandschaft befremdlich still geworden, mehr
als zehn Jahre lang – bis heute.
Wir freuen uns sehr, mit Aras Ören, Kopfstand –
der schöne Band ist in diesen Tagen im Verbrecher
Verlag erschienen – nicht nur endlich wieder eine
deutschsprachige Publikation des türkischen
Berliner Autors ankündigen zu können: Aras Örens
Geschichten wurden von Wolfgang Neumann, den
unsere Galerie seit 2009 vertritt, kongenial
illustriert. Nicht nur alle 48 in Kopfstand
abgedruckten Zeichnungen, vom Künstler mit
Farbstiften oder Bleistift ausgeführt, sind in unserer
Ausstellung zu sehen – was Sie darüber hinaus noch
erwartet, können Sie ein, zwei Tage vor der
Vernissage erfahren… Save the date!
Zur Eröffnung der Ausstellung und zur Präsentation
des Buchs
Dienstag, 2. Dezember 2014, 19-21 Uhr
sind Sie und Ihre Freunde herzlich eingeladen.
Mehr zum Buch finden Sie unter
http://www.verbrecherverlag.de/book/detail/735