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Madeleine Christin Leroy geht es hauptsächlich um die Untersuchung der Eigenschaften und Möglichkeiten von Materialien. In experimentellen Versuchsreihen ergeben sich skulpturale sowie installative Annäherungen an den Raum, wobei sowohl Materialien, als auch Orte ganz genau betrachtet, seziert und dann in einem neuen Kontext wieder zusammengefügt werden. Ihr Fokus liegt dabei stark auf der Materialbeschaffenheit, der Oberfläche, dem Geruch sowie der Farbigkeit. Aber auch die physische und die narrativen Dimensionen der Materialien werden untersucht. Leroy arbeitet vor allem mit uns aus dem Alltag bekannten Formen und Gegenständen, die in ihrer Veränderung etwas Neuartiges, Fremdes offenbaren.
So wurde z.B. der Fahrradschlauch zu einem häufig inszenierten Werkstoff. In seiner Verwendung widerfährt ihm eine Loslösung von seinen spezifischen Merkmalen – es entstehen organisch anmutende Objekte aus einem anorganischen Mittel. Die so entstandenen Skulpturen dienen Leroy als Instrumente der Raumbespielung einerseits oder als Partner für Performances andererseits. Auch die Titel der Werke sind wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit. Sie entstehen häufig während oder auch erst nach den Arbeitsprozessen und erweitern die Werke, meist auf eine humorvolle Weise, um eine neue Ebene, einen neuen Blickwinkel.
Für den nachtspeicher23 wird sich Leroy mit der offenen Kommunikation zwischen dem Innen- und dem Außenraum, dem Betrachter und ihr als Kunstschaffende sowie dem fließenden Übergang des künstlerischen Arbeitsprozesses und der letztendlichen Ausstellung befassen.
Während der zweiwöchigen Work-in-Progress-Phase können Besucher und Passanten Einblicke in Leroys künstlerischen Arbeitsprozess erhalten.