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Jörg Heitsch präsentiert zur OPEN ART Papierskulpturen von ANGELA GLAJCAR im Dialog mit aktueller Malerei von DIRK SALZ.
VERNISSAGE 8 SEPTEMBER UM 18 UHR
Glajcars schwebende Papierkuben muten vom Material her leicht und delikat an, zeigen aber eine starke skulpturale Präsenz. Die streng geometrische Form der "Terforationen" wird aufgebrochen durch gerissene Kanten oder unterschiedlich große Öffnungen, die aber im Gegensatz zu Fontanas „Concetto spaziale“ (Raumkonzept) mehrere Ebenen Papier durchlöchern. Durch die schichtenweise Staffelung der Papiere entstehen Hohlräume von einer enormen räumlichen Tiefe, die durch Licht und Schatten pittoresk wirken. Assoziationen an gezackte Grate und das Innere tiefer Höhlen, an Gletscher- oder Felsformationen werden geweckt. Während bei Glajcars Arbeiten der Bildträger durchbrochen wird, bleiben Salz’ Arbeiten auf den ersten Blick undurchdringbar. Signifikant ist ihre hochglänzende Oberfläche, welche durch den Einsatz mehrschichtig aufgetragener, mit Pigmenten versehener Epoxidharze und die Versiegelung mit Polyurethanlack zustande kommt. Dadurch ergeben sich überlappende, sich überschneidende Farbflächen, wodurch feine tonale Abstufungen entstehen, die die Tafeln fast durchscheinend wirken lassen. Reflektion ist bei diesen Arbeiten gleich in zweierlei Form im Spiel: optisch in ihrer Funktion als Spiegel, rezeptionsästhetisch als die Reflexion des Beschauers auf dessen eigene Seh-Erfahrung. Beide Künstler eint ihre streng minimalistische Formsprache: durch den Einsatz und das Experimentieren mit verschiedenen LAYERS werden die Arbeiten beider Künstler zu faszinierenden, vielschichtigen Kunstwerken.
Am OPEN ART Samstag, dem 9. September 2017 um 16 Uhr sind Angela Glajcar und Dirk Salz persönlich anwesend. Sie können die Künstler in einem Künstlergespräch kennenlernen und mehr über ihre Arbeiten, Ideen und Hintergründe erfahren.