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Jenni Tischer zeigt in der Ausstellung Cap-Skulpturen, tragbare Caps und Arbeiten auf Papier. Wie Tischers Beobachtungen im öffentlichen Raum zeigen, fungiert das populäre Cappy als Schnittstelle zwischen Wareneinförmigkeit, der Bewerbung großer Marken wie auch als Symbol für verschiedenste subversive Aneignungsvarianten, mit denen unterschiedlichste Identitäten konstruiert werden können. Alle Cap-Arbeiten thematisieren in Varianten die Aussage „Stranger to myself“, mit der Tischer sich auf das Buch „Fremde sind wir uns selbst“ der Psychoanalytikerin und Literaturtheoretikerin Julia Kristeva bezieht. Kristeva plädiert darin für eine Ethik der Anerkennung der eigenen Fremdheit als Basis dafür, etwas Fremdes oder jemand Fremdes im Außen ebenfalls akzeptieren zu können. In Jenni Tischers aktuellem Werk klingen vielfältige gesellschaftliche Dynamiken an, die Fäden zwischen Kunst, Mode, Identität und Persönlichkeit spinnen.