erinnern – träumen – zeichnen. Zeichnungen und Radierungen Ausstellung Berlin
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Ausstellung: 14.06.2019 - 03.08.2019

Künstler: Danja Akulin, Peer Boehm, Ralf Kerbach, ORLANDO

Veranstalter & Ort:
Galerie POLL Galerie + Kunsthandel in Berlin
10119 Berlin
Gipsstraße 3 (Ecke Auguststraße)

14. Juni bis 3. August 2019
Eröffnung: Donnerstag, 13. Juni 2019, 18-21 Uhr

Der Journalist und Kunstkritiker Jochen L. Stöckmann wird zur Eröffnung ein Gespräch mit den Künstlern führen (gegen 19 Uhr)

„Zeichnungen sind Handschriften, […] Tagebücher, Notate, Stilübungen, Annäherungen, wissenschaftlich, technisch oder einfach nur hingerotzt. Und Zeichnungen – das macht sie oft schwer zugänglich – geben Stimmungen wieder. Melancholie und Freude, Konzentration und Einsamkeit finden hier ihren unverwechselbaren Ausdruck.“ (Michael Glasmeier, Annelie Lütgens)

Diese Unverwechselbarkeit des klassischen, sich stets erneuernden Mediums ist für die Galerie Poll Anlass, regelmäßig zeitgenössische Positionen der Zeichenkunst vorzustellen. Unter dem Titel „erinnern – träumen – zeichnen“ zeigen vier Künstler Zeichnungen und auch Radierungen aus den vergangenen Jahren: Danja Akulin und Ralf Kerbach werden seit vielen Jahren von der Galerie Poll vertreten, Peer Boehm und ORLANDO sind als Gastkünstler erstmals mit ihren Arbeiten zu sehen. Alle vier vereint ihre Passion für die Technik der Zeichnung, zwei von ihnen auch die für die Radiertechnik.

Danja Akulin komponiert seine Zeichnungen entweder mit Bleistift und Graphit aus feinsten, filigran nebeneinandergesetzten Zeichen oder erarbeitet sie in grob malerischer Geste mit Kohle. Als Motive wählt er Wälder, Felder, Wolken und Wasser, verzichtet aber auf konkrete Titel, um neben der naturalistischen Darstellung auch das perfekt eingefangene Wechselspiel von Licht und Schatten zu betonen.
Die Darstellung der Figur im Raum beschäftigt Ralf Kerbach seit langem. In seinen jüngsten Bleistift- und Tuschezeichnungen zeigt er den arbeitenden Menschen mit Bulldozer, Werkzeug oder Baumaterial. Mit leisem Humor verweist er auf dessen zunehmende Entfremdung, so bei „Arbeiter/ Gestalt“, wo der Arm in einzelne, röhrenförmige Glieder unterteilt wird. Auch Kaltnadelradierungen mit eindringlichen Selbstbildnissen aus früheren Jahren sind ausgestellt.

Peer Boehms zentrales Thema ist das Erinnern. Kindheit, Familie, Herkunft sind ebenso wie manche Reiseerfahrungen in unserem Gedächtnis gespeichert als ungeordnete, oft schemenhafte Eindrücke. Dieses Bilderreservoir ruft der Künstler durch meist kaum DINA4 große Kugelschreiberzeichnungen ab. Die fotografischen Vorlagen werden stark reduziert, Boehms Bildsprache beruht auf diesem Prinzip der Aussparung.
Mit dem grafischen Projekt „Sehnung“ (seit 2010) begibt sich ORLANDO auf den Weg, das Unendliche zu ergründen: Mehrere Radierungen – die Fragmente – ergeben ein wechselndes Wolkenpanorama. Die Zeichnung „Sehnung royal“ (2011-13) entstand während der Arbeit an den Fragmenten. In scheinbar unendlicher Zahl formen senkrechte, kleine schwarze Kugelschreiberstriche ein riesiges Wolkenbild.

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