Konstruktive Welten. Eine neue Universalsprache der Kunst Ausstellung Herford-Elverdissen
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Helle Mueller

Ausstellung: 17.09.2022 - 11.12.2022

Künstler: Carl Buchheister, Walter Dexel, Theo van Doesburg, Kurt Schwitters, Rudolf Jahns, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Lajos Kassák, László Moholy-Nagy, Lázló Peri, Oskar Schlemmer, Nikolai Michailowitsch Suetin u. a.

Veranstalter & Ort:
Institution Stiftung Ahlers Pro Arte gGmbH
32052 Herford
Am Kindergarten 2

Vor einhundert Jahren – dem Jahr seiner Berufung an das Bauhaus Weimar – schuf Wassily Kandinsky den Zyklus „Kleine Welten“. Im selben Jahr 1922 tagte in Düsseldorf und Weimar die „Konstruktivistische Internationale“. Damit manifestierte sich der Beginn einer neuen Weltsprache der ungegenständlichen Kunst.

In der Ausstellung sind neben Kandinsky auch dessen Bauhaus-Kollegen Oskar Schlemmer und László Moholy-Nagy vertreten, die diese neue Bildsprache maßgeblich prägten, aber auch die osteuropäischen Avantgardekünstler Lajos Kassák, László Peri und Nikolai Michailowitsch Suetin. Sie alle fanden ihren jeweils eigenen Weg in die Abstraktion. Ihre Werke bilden somit eine faszinierende Ergänzung zu denen Kandinskys und dokumentieren den internationalen Charakter dieser neuen Kunstrichtung.

In Deutschland hatte der Konstruktivismus ausgeprägte regionale Zentren, zu denen insbesondere Weimar und Hannover zählten. Tonangebend in Hannover war die Künstlergruppe „die abstrakten hannover“ mit Kurt Schwitters, El Lissitzky, Carl Buchheister und Rudolf Jahns. Ihre Arbeiten bilden in der Ausstellung einen eigenen Schwerpunkt.

Eine Werkgruppe von Eduard Steinberg zeigt beispielhaft die Auseinandersetzung späterer Künstlergenerationen mit den historischen Vorbildern und ist ein Beleg dafür, dass der Konstruktivismus nicht ein abgeschlossenes Kapitel der Kunstgeschichte darstellt, sondern nach wie vor schöpferisches Potential birgt.

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