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Obwohl die beiden jungen Künstlerinnen Natalia Berschin & Anna Chkolnikova ursprünglich noch ganz gemäß dem sowjetischen System der Elitenförderung zunächst das Kunstlyzeum, dann die Kunstakademie in Minsk besuchten, könnten ihre Arbeiten, die momentan in der Galerie p13 präsentiert werden, gegensätzlicher kaum sein.
Zart, poetisch, leicht und voll hintergründigem Humor kommen die Installationen von Anna Chkolnikova im vorderen Teil der Galerie daher. Chkolnikova, die nach dem Weggang aus Minsk noch an der Kunstakademie in Düsseldorf sowie an École Nationale Supérier des Beaux Arts in Paris studierte und schon einige renommierte Projekte vorzuweisen hat, spielt mit der Fantasie des Betrachters. Ihre feinen, spielerischen Arbeiten auf Papier deuten an, regen an und wollen entdeckt werden, ebenso wie ihre Installation, mit der sie ganz unmerklich auf den Galerieraum Einfluss genommen hat.
Ganz anders dagegen die Gemälde der Städel-Absolventin Natalia Berschin, die einige Kunstinteressierte schon mit ihren Heidelberg-Arbeiten, während der Ausstellung ‚Wir hier’ im Kunstverein begeistert hat.
Sie setzt ihre Themen unmittelbar ohne jede Vorzeichnung direkt in Malerei auf Leinwand um. Ihre Arbeiten sind farbintensiv, die Übergänge durch die Lasurschichten der Ölmalerei weich moduliert, der Pinselduktus sicher, dynamisch und von ganz eigener Handschrift. Technisches, Schrott und menschenleere Landschaften sind das Thema ihrer neuen Arbeiten.