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Ab 13. November 2008 präsentiert die Galerie p13 eine Ausstellung mit dem international renommierten Fotografen Richard Fischer. Vorgestellt werden die Originalfotografien seiner 'Floral Sculptures' und zwar primär die bedrohten Arten. Die Ausstellung kommt gerade aus China zurück, wo sie auf sehr großes Echo stieß. Erstmals und exklusiv wird Herr Fischer für diese Ausstellung eine streng auf je 1 Exemplar limitierte Sonderedition fertigen, die in dieser Form noch nie gezeigt wurde.
Weltweit sind ein Drittel aller Pflanzen vom Aussterben bedroht. Richard Fischer hat sich dieses Themas angenommen. „Ich bin mit der Natur groß geworden – sie ist mir eng vertraut und ihr Schutz für mich ein großes Anliegen“ äußert der Künstler, der in Manila geboren wurde und dessen frühe Kindheit geprägt ist von den Eindrücken aus dem Orchideengarten der Mutter und dem eigenen Baumhaus im Mangobaum. Heute arbeitet er aus diesem Engagement für den Artenschutz heraus eng zusammen mit einer der größten internationalen Sammlungen eines bekannten Pflanzeninstituts, um diese vom Aussterben bedrohten Arten im Bild festzuhalten. Er ist der einzige professionelle Fotograf, der zu dieser Sammlung Zugang erhält. Allerdings bleibt Fischer in seinen Fotografien nicht bei einer bloßen Dokumentation. Unendlich viel Aufwand, Sorgfalt und Sensitivität ist notwendig, um die exotischen Pflanzen, so zu arrangieren und zu beleuchten, dass sie anschließend die ganze Pracht ihrer strahlenden, faszinierenden Schönheit und Andersartigkeit entfalten.
Als Künstler steht Richard Fischer mit dem Thema in der Tradition des klassischen Blumenstilllebens. Doch im Gegensatz zu der verschwenderischen Pracht und barocken Fülle, die etwa holländische Maler des 17. Jahrhunderts ihren Blumensträussen angedeihen ließen, bleiben Fischers Inszenierungen minimalistisch zurückhaltend und konzentrieren sich voll und ganz auf eine einzige Art. Vor neutral weißem Hintergrund steht dieser einzelnen Spezies die volle Aufmerksamkeit zu. Durch die extreme Nahsicht, die brillante Ausleuchtung sowie die durchgezeichnete Schattenbildung erhält die Pflanze eine nahezu skulpturale Anmutung. Liebevoll und extrem detailgenau werden von Blattstrukturen über Blüten- und Knospenform, manches mal bis hin zum Welkestadium alle Einzelheiten in kristallklares Licht gerückt. Als Künstler selbst ganz zurückgenommen ermöglicht Fischer so für den Betrachter den Einblick in ein unbekanntes Universum und erzählt von einer der größten schöpferischen Kräfte – nämlich der Natur selbst.
Ökologisches Anliegen, klares künstlerisches Konzept und exzellente Fotografie gehen in den Werken von Richard Fischer eine faszinierende Verbindung ein und bieten dem Auge des Betrachters ungeahnte, exotisch schöne Sinnesfreuden. Zur Eröffnung der Ausstellung am 13.11. wird Prof. Dr. Koch vom internationalen Pflanzeninstitut eine Einführung bezüglich der bedrohten Arten geben.