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taubert contemporary freut sich mit der Ausstellung 3 +4 black/white eine Gruppenausstellung mit 3 Künstlern der Galerie und 4 eingeladenen Gastkünstlern zu eröffnen.
Eine zum Konzept der Galerie konträr scheinende Ausstellung: 7 Künstler zeigen ihre Arbeiten unter dem Titel „black/white“.
Alle 7 eint die Malerei als künstlerisches Ausdrucksmittel. Die Bildträger werden jedoch nicht, wie es für diese Künstler meist üblich ist, farbig gestaltet: unterschiedlichste Abstraktionen werden auf eine Schwarz-Weiß-Palette reduziert. Die bunten Farben weichen somit den „unbunten“ Schwarz, Weiß und Grau. Der Farbverlust ist jedoch keineswegs als eine Art „Verzicht“ zu verstehen. Vielmehr zeigt sich diese Palette als eine Ergänzung des jeweiligen Œuvres: Schwarz und Weiß werden hier nicht als „Nicht Farben“ behandelt, sondern als ebenbürtige. Somit werden sie nicht als Gegensätze oder Kontraste zueinander genutzt, sie zeigen sich vielmehr in ihrem Zusammenspiel als harmonische Farben. Schwarz, Weiß und alle Schattierungen von Grau stehen in diesen Arbeiten auch nicht als Ausdruck von hell und dunkel, Licht und Schatten, sondern sind tatsächlich Farbe an sich.
Die 3 von taubert contemporary vertretenen Künstler Markus Linnenbrink, Markus Weggenmann und Beat Zoderer bezeichnen wir gemeinhin als „die Maler der Galerie“. Auch wenn alle 3 auf unterschiedlichsten Medien und mit den verschiedensten Materialien arbeiten, ist es doch ein sie verbindendes Grundverständnis, dass der Untergrund, ob Holz bei Linnenbrink, Aluminium bei Weggenmann oder Papier bei Zoderer wie eine Leinwand gehandhabt wird, auf der sich ihre Ideen entfalten.
Torben Giehler zeichnen in der Regel futuristisch anmutende Landschaftsbilder aus. Auch die hier gezeigte Arbeit erinnert an Kubismus. Nicht nur die Farbwahl, sondern vor allem die „Zersplitterung“ der Elemente, die in grau, schwarz und weiß-Tönen gehaltenen Flächen ordnet er auch hier in Feldern über- und nebeneinander an. Im Gesamtbild entsteht so eine räumliche Tiefenwirkung.
Joachim Grommek verwendet als Träger seiner Arbeiten vorwiegend Aluminium oder Sperrholz. Seine klare Formensprache, die präzise Ausführung der Formen, vor allem aber der charakteristische Farbauftrag - die Farbe erscheint fast wie Klebeband - ähnelt der Präzision der industriell-gefertigt wirkenden Arbeiten Markus Weggenmanns.
Auch Terry Haggertys Arbeiten lassen Räumlichkeit entstehen. Die visuelle Wirkung wird verstärkt durch die Deformation des Bildträgers, die in Verdichtung mit dem Gemalten den Arbeiten einen skulpturalen Charakter verleiht. Es bleibt dem Betrachter überlassen zu entscheiden, ob das Gemalte dem Körper des Bildträgers folgt oder dieser dem malerischen Aufbau.
Davis Rhodes Arbeit von 2008 ist eine skulpturale Ergänzung zu den vorab beschriebenen Wandarbeiten. Der Künstler hat auch hier ein für ihn typisches Material, Latex, verwendet und auf Schaumboard aufgezogen. Es wirkt als hätte sich eine Leinwand „verselbständigt“, indem sie sich von der Wand gelöst, etwas gekrümmt und dann im Raum aufgestellt hat. Auch er wählt eine klar geometrisch-abstrakte Formensprache, die sich zwischen Color-Field und Hard-Edge-Painting bewegt. Seine Arbeiten wirken oft auch wie Elemente eines „größeren Ganzen“, aus dem sie quasi herausgetrennt worden sind.
taubert contemporary is pleased to open the group exhibition ‘3 + 4 black/white’, featuring 3 of our artists and 4 invited guest artists.
The exhibition seems to go against the concept of the gallery: 7 artists show their work under the title ‘black/white’.
All 7 are united in using painting as their means of artistic expression. However, the works are not, as is customary for these artists, made in colour. The diverse abstractions are limited to a black-and-white palette. Thus, the bright colours soften the ‘colourless’ black, white and grey.
The loss of colour should by no means be interpreted as a kind of ‘sacrifice’. Rather, this palette turns out to complement each of the oeuvres: black and white are treated not as ‘non-colours’ but as equal colours. Consequently, they are not used as opposites or contrasts but interact in harmony. Black, white, and all shades of grey manifest themselves not as expressions of light and darkness but as colours in their own right.
The 3 artists represented by Taubert Contemporary – Markus Linnenbrink, Markus Weggenmann and Beat Zoderer - are what we call ‘the painters of the gallery’. Although the 3 of them work with different media, the connecting understanding is that the base – whether it is wood for Linnenbrink, aluminum for Weggenmann or paper for Zoderer – is handled like a canvas on which to unfold their ideas.
Torben Giehler usually draws seemingly futuristic landscapes. Also the work in this exhibition is reminiscent of cubism. Not only the choice of colours, but especially the ‘fragmentation’ of the elements, the surfaces held in grey, black and white, are arranged above and next to each other. The overall impression is one of spatial depth.
Joachim Grommek uses mainly aluminum and plywood. His clear figurative expression and the precise rendering of the forms, but particularly the characteristic application of colours – the colour looks almost like duct tape – evokes the precision in the seemingly industrially produced works of Markus Weggenmanns.
Also the works of Terry Haggerty give an impression of spatiality. The visual effect is enhanced through the deformation of the support, which grants the work through condensation with the image a sculptural character. It is up to the observer to decide on whether what is painted follows the support or the support itself determines the painted structure.
The work of Davis Rhodes from 2008 is a sculptural supplement to the wall works described earlier. Here too the artist has used a material typical for him, latex, mounted on foam board. It seems as if a canvas has gained independence from the wall, slightly curved and then placed itself in the room. And Rhodes too has chosen a clear geometric-abstract style operating between Colour-Field and Hard-Edge-Painting. His works often seem like elements of a greater whole from which they have become separated.