Diese Veranstaltung ist bereits beendet.
Vernissage: Donnerstag, 20. Juni 2013, 18-21 Uhr -
Die Künstlerin wird bei der Vernissage anwesend
sein.
Ausstellung: 21. Juni - 27. Juli 2013
Öffnungszeiten: Mi - Fr 14-18 Uhr, Sa 13-16 Uhr
HAUSERGALLERY
Pflanzschulstrasse 17
CH-8004 Zürich
T +41 43 243 86 06
info@hausergallery.ch
www.hausergallery.ch
HAUSERGALLERY freut sich, die erste Ausstellung
von Isabelle Wenzel in der Schweiz zu präsentieren.
„An einem Bild sind immer zwei Leute beteiligt: der
Fotograf und der Betrachter. Ein Foto wird meistens
nur angeschaut - selten schaut man in es hinein.“ –
Ansel Adams
Isabelle Wenzel fügt dieser Konstellation noch eine
dritte Ebene hinzu. Sie fragt sich selbst: „Wer bin
ich, was ist das Objekt und welches Verhältnis
gehen wir zueinander ein?“
Sie konfrontiert den Betrachter mit teils surrealen
teils dynamischen Körperstudien. Diese zeigen
Ausschnitte einer Performance, die eigens für die
Kamera erschaffen wurden. Ihr Hauptanliegen
beruht auf den performa- tiven und skulpturalen
Aspekten ihrer Fotografien. So entstehen Bilder, die
eine explizit kreierte und inszenierte Welt
aufzeigen, in welchen Wenzel als Fotografin, Modell
bzw. Skulptur und schlussendlich auch als Betrach-
terin fungiert. Alle drei Ebenen verschmelzen bei ihr
zu einem neuen Medium.
Als Schaulustiger taucht man in eine Welt voller
Emotionen und Fragen ein. Sie kokettiert durch die
sexualisier- te Weiblichkeit ihrer Objekte mit den
Zuschauern und verführt so zu einem
extravaganten Tête-à-Tête. Dabei erschaffen die
verrenkten Körper eine skulpturale Welt, in welcher
die Frage nach der Persönlichkeit völlig
vernachlässigt wird. Einige Bilder haben eine
zynische Situationskomik, in denen man sich selber
wieder finden kann. Spontanität, Bewegung und
Farbe werden miteinander verwoben, ergänzen sich
oder ergeben neue Spannungsmomente. Ihre
Welten enthalten neue Perspektiven und Ansichten,
die einem die natürliche und physikalische
Weltordnung vergessen lässt. Innerhalb von 10
Sekunden erschafft sie einen flüchtigen Augen-
blick der Erinnerung an etwas Vorausgegangenes
und lässt dem Bild somit die Freiheit eine eigene
imaginierte Wirklichkeit darzustellen. So erzeugt sie
für den Betrachter einen grösstmöglichen
Assoziationsfreiraum.
Text: Graziella Kuhn
Isabelle Wenzel (*1982, Wuppertal) lebt und arbeitet
in Amsterdam. Von 2008 - 2010 studierte sie an
der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam
Fotografie. Seither hat sie einige Auszeichnungen
wie etwa den European Photo Exhibition Award der
Körber-Stiftung aus Hamburg gewonnen. Sie erhielt
auch bereits diverse Stipendien unter anderem
2013 von der Mondriaan Fonds Stiftung. Ihre
Fotografien wurden bereits in zahlrei- chen Einzel-
und Gruppenausstellungen in Holland, Deutschland,
Taiwan, Norwegen, Italien, Frankreich und Slownien
gezeigt.