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Ausstellung

Thomas Galler "The Sunset Series - Bright Star" – Ausstellung in Zürich

Thomas Galler "The Sunset Series - Bright Star"
HAUSERGALLERY freut sich die Ausstellung "The Sunset Series - Bright Star" von Thomas Galler zu präsentieren und möchte Sie zur Vernissage am Mittwoch, 4. September 2013 von 18 - 21 Uhr einladen.

„Es gibt nichts Stilleres als eine geladene Kanone.“ - Heinrich Heine

Thomas Galler (*1970) jongliert auf gekonnte Weise mit den Erzeugnissen des medialen Zeitalters indem er in seiner Bildreihe «The Sunset Series» neue Kontexträume durch die Unsichtbarmachung des Kernmotives, also dem Krieg in Afghanistan und im Irak, erschafft. Diese Räume zeigen als Momentaufnahme einen Sonnenuntergang, der Fragen nach Sehnsucht, Schönheit, Freude und Zeit aufwerfen kann. Da Soldaten als Autorenschaft belegt sind, erhält dieser Moment eine weitere Gewichtung , die einem eher an das Gefühl der «Ruhe vor dem Sturm» oder «Ein jeder Tag könnte dein letzter sein» erinnern lässt. Trotz der Abstinenz des Krieges und der Zeit bleiben die Bilder ein wichtiges Zeugnis für die Weltgeschichte sowie für die Geschichte eines jeden einzelnen Menschen.

In seiner Werkserie «Bright Star» präsentiert Galler eine Sammlung von Bildern, die im Verband fliegende ägyptische und amerikanische Kampfflugzeuge über den Pyramiden von Gizeh aufzeigen. Als historischer Kontext wird der Konflikt zwischen Ägypten und Israel sowie das Camp-David-Friedensabkommen von 1978 angeführt. Als Kontrapunkt liess Thomas Galler die Motive auf Postkarten drucken und in Kairo in Umlauf bringen. Militäreinsatzflugzeuge in der Kombination mit Touristenattraktionen zeugen von einem ironischen Umgang mit der Repräsentationsform, aber auch mit der Infragestellung der gesellschaftlichen Normen sowie deren kontrollierte Medienpräsenz.

In beiden Werkserien kommen daher die Verschiebung oder Neuerschaffung von Sinnzusammenhängen zum Tragen. Auch mit der Reproduktion und Rekontextualisierung experimentiert Galler und lässt so den Betrachter neue Sichtweisen erforschen. Dies und die Verrückung des Kriegsthemas in den Kontext der Kunst irritieren und faszinieren zugleich. Er bedient damit einen gesellschaftlich bedingten Voyeurismus, der zum Nachdenken anregt und somit zum Ausgangspunkt einer neuen Forschungs- und Betrachtungsweise werden kann.

Text: Graziella Kuhn

Thomas Galler (*1970) lebt und arbeitet in Zürich. 1995-98 Studium „Bildende Kunst“ an der HGK Luzern. Verschiedene Atelierstipendien führten ihn nach New York, an die Cité Internationale des Arts in Paris und nach Kairo. 2009 erhielt er den Manor Kunstpreis. Die daraus hervorgegangene Publikation „Walking trough Baghdad with a Buster Keaton Face“ wurde prämiert durch „Die schönsten Schweizer Bücher“ und 2010 durch die Stiftung Buchkunst Leipzig mit Gold ausgezeichnet. Seine Arbeiten wurden in zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, unter anderem im Aargauer Kunsthaus, Fotomuseum Winterthur, Kunsthaus Zürich, Kunstmuseum Luzern, Kunstmuseum Bern, Centre Culturel Suisse, Paris, C/O Berlin, MNAC National Museum of Contemporary Art Bucharest, Museum of Bat Yam Tel Aviv und Museum on the Seam Jerusalem, gezeigt.

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