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Ausstellungseröffnung: 09.05.2014, 19
Uhr
In seiner ersten Einzelausstellung in
Deutschland reflektieren die Arbeiten
des britischen Fotokünstlers Mark Nelson
magische Momente der Klarheit und
Ganzheit. „Diese Bilder entstammen einem
verborgenen Ort im Inneren...“,
beschreibt er seinen Zustand beim
Fotografieren.
Nelsons Bildsprache basiert auf
scheinbaren Standbildern eines
imaginären Films und vermittelt ein
Gefühl eines Ereignisses, das entweder
noch einzutreten vermag oder bereits vor
der Aufnahme vorüberging. Dabei gleichen
seine Werke Fotografien eines Wanderers
durch die beliebtesten Städte der Welt
und zeigen Landschaften verschiedener
Orte u.a. Paris, Berlin, Venedig, New
York, New Jersey und seine Heimatstadt
Brighton.
Nelson, der als Buddhist lebt, verbindet
Perspektiven des Raums mit der Idee des
wahren Selbst, die ihm als Quelle
natürlicher Kreativität und Lebendigkeit
dient. Vor allem die Ähnlichkeit seiner
Bilder, die während eines Zeitraums von
über 30 Jahren entstanden sind, weist in
der aktuellen Ausstellung „This Being:
That Becomes“ auf diesen gemeinsamen
Ursprung hin. Als weitere Dimension der
Ausstellung werden Klangtexturen als
Soundtrack vorgestellt. Der
offensichtliche Katalysator für die
Wahrnehmung von bewussten und
unbewussten Vorgängen evoziert eine
traumähnliche Landschaft des inneren
Selbst.
Beeindruckt von der Bewegung des
Abstrakten Expressionismus in der Kunst,
die sich in den späten 1940er Jahren in
New York entwickelte, fühlt sich Mark
Nelson vor allem zu Formen und Zeichen
hingezogen. Als Reaktion auf die
Schrecken des Zweiten Weltkrieges, war
den Künstlern der Prozess des
Erarbeitens und Entwickelns von Kunst
wichtiger als das vollendete Werk. In
Nelsons Fotografien findet man oft
Dreiecke und Pfeile, die auf andere
Bereiche des Bildes zeigen und weitere
Bezugspunkte zu anderen Orten
herstellen. Oft weisen seine schwarz-
weißen als auch farbigen Aufnahmen
malerische Qualitäten auf und zeigen
einmalige Momente, die im Sinne des
ewigen Wandels wahrgenommen wurden.
Seine fotografische Karriere begann Mark
Nelson im Jahr 1980 in London, als er
als Fotolaborant für einige der
britischen Top-Fotografen arbeitete.
Seine Dunkelkammer wurde eines seiner
„First Light Studios“, wovon eines noch
bis heute in Brighton/Großbritannien in
Betrieb ist. Als er 1985 das Potential
des fotografischen Mediums für sich als
Kunstform entdeckte, begann er Arbeiten
in eigenem Stil zu schaffen, die
mittlerweile weltweit ausgestellt
wurden. Viele seiner Werke sind in
privaten Sammlungen in Großbritannien,
Frankreich und in den USA vertreten.
Nelson arbeitete neben National
Geographic für ECM Records und American
Express. Ein besonderer Auftrag wurde
ihm zutiel, als er als erster Fotograf
von British Airways eingeladen wurde,
Ausstellungen in über 300 Flugzeugen
gleichzeitig zu präsentieren.
Mit freundlicher Unterstützung der
Nielson Bainbridge Group. Zur
Ausstellung erscheint ein Katalog (2014,
60 Seiten).