Fragile Beauties Ausstellung Koeln
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Ausstellung: 06.09.2019 - 31.10.2019

Künstler: Sabine Christmann, Suscha Korte

Veranstalter & Ort:
Galerie Art Galerie 7
50667 Koeln
St. Apern-Straße 7

Sehr geehrte Gäste der Art Galerie 7,
liebe Kunstfreunde,

in den Herbst starten wir in diesem Jahr mit der Ausstellung „Fragile Beauties“ und den Arbeiten der Künstlerinnen Sabine Christmann und Suscha Korte – zwei neuen Künstlerinnen der Art Galerie 7. Wir laden Sie herzlich zum Saisonstart und Rundgang der Kölner Galerien am Freitag, den 06. September von 18 bis 22 Uhr zu uns in die Galerie ein.

Sabine Christmann, geboren 1960 in Offenbach, studierte drei Jahre an der Hochschule für Bildende Künste in Karlsruhe, bevor sie von 1983 bis 1986 ein weiteres Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Stuttgart bei Prof. Rudolf Haegele absolvierte. Sabine Christmanns fotorealistisch gemalte Papiertüten, Plastiktaschen -und Verpackungen, Teepäckchen oder in Zellophanpapier eingewickelte Bonbons bilden stilllebenhafte Arrangements, die von menschlichem Alltag erzählen. Die zweckmäßigen Alltagsgegenstände aus der Kunst- und Konsumwelt sind von ihrer ursprünglichen Funktion entbunden und gewinnen durch die isolierte, künstlerische Darstellung und mit besonderem Augenmerk auf Formen, Farbigkeit und Schattierungen an Ästhetik und Eigenwert. Als Protagonisten scheinen sich die personifizierten Gegenstände in ihrem besten Licht zu präsentieren – fast scheint es, als kommunizieren sie miteinander, drängen sich gegenseitig in den Hintergrund und ringen um die besten Plätze: „In meinen Stilleben treten Alltagsgegenstände auf wie Personen auf einer Bühne. Das ‚Stück‘, das sie spielen, bleibt mehrdeutig und rätselhaft.“ Die arrangierten Objekte öffnen Räume für persönliche Geschichten, die sich jedem einzelnen Betrachter individuell offenbaren. Hinter der vermeintlich objektiven Darstellung von Gegenständen steckt somit doch immer auch Subjektivität: Die Empfindungen und Wahrnehmungen der Künstlerin während des Malprozesses sowie jene des Betrachters, der seine ganz eigenen Assoziationen und Erfahrungen auf die Arbeiten projiziert. Christmann spricht in diesem Zusammenhang von der Erschaffung einer neuen Realität.

Die 1963 in Flensburg geborene Künstlerin Suscha Korte absolvierte ein Studium der freien Kunst und Malerei an der Muthesius-Hochschule in Kiel sowie an der Glasgow School of Art in Schottland/GB. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin in Köln. Auch Suscha Kortes Arbeiten zeugen von menschlicher Präsenz. In Form von fein verzierten Porzellantellern, die das zentrale Motiv der Künstlerin ausmachen, sowie weiteren Alltagsgegenständen, die aus ihrem ehemaligen Sinnzusammenhang gelöst sind, hinterlässt der Mensch seine Spuren in Kortes fotorealistisch gemalten Arbeiten. Die aussagekräftigen Objekte repräsentieren Persönlichkeit, offenbaren Geschichten ihrer ehemaligen Besitzer und erzählen von deren Erinnerungen, Erlebnissen, Träumen und Hoffnungen. Auch im Betrachter werden beim Anblick des spiegelnden Porzellans Empfindungen geweckt und die Auseinandersetzung mit eigenen Erinnerungen künstlerisch herausgefordert. Leuchtende Neoninstallationen, die Begriffe wie „Glück“ verkünden, verstärken den Eindruck menschlicher Gegenwart in Kortes Arbeiten und stehen in positivem Kontrast zu mahnenden Textbänden, die an gesellschaftiche Konventionen und Erwartungen erinnern / der ein oder andere noch aus der Kindheit kennen mag: „Langes Fädchen, faules Mädchen“. Die unkonventionellen, fein-ironisch wirkenden Stillleben der Künstlerin porträtieren damit keine einzelnen Individuen und deren Lebensgeschichte, sondern umfassen vielmehr das Menschsein und die daran geknüpften Gefühlswelten, Erwartungen, Konventionen und Wertvorstellungen an sich.

Sabine Christmann und Suscha Korte verleihen den dargestellten Gegenständen durch ihre jeweilige Malerei eigenes Leben. Einerseits durch die beeindruckend fotorealistische Malweise, andererseits durch den tiefgründigen und vielschichtigen Bildinhalt selbst. Beide Künstlerinnen zeigen, dass hinter den Dingen – und damit auch hinter ihren Arbeiten – mehr steckt, als auf den ersten Blick zu erahnen ist. Es zählt zur Aufgabe des Betrachters, dieses Hintergründige zu entdecken.

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