Paula Modersohn-Becker Ausstellungen 2026 - Paula 150
Zum 150 Geburtstag von Paula Modersohn-Becker gibt es zahlreiche Ausstellung. Zum Überblick 2026.

Modersohn-Becker Jubiläum

150 Jahre nach ihrer Geburt wird Paula Modersohn-Becker nicht museal konserviert, sondern neu verhandelt – als Schlüsselfigur der Moderne, als radikale Bilddenkerin, als frühe Stimme weiblicher Selbstbestimmung.

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Eine Künstlerin gegen ihre Zeit

Paula Modersohn-Becker wurde 1876 in Dresden geboren und starb bereits 1907 – und hinterließ dennoch ein Werk, das bis heute in die Gegenwart wirkt. In nur rund zehn produktiven Jahren entstanden etwa 750 Gemälde und 2.000 Zeichnungen.
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Sie gehörte zu den ersten Frauen in Deutschland, die ein professionelles Künstlerinnenleben führten – und sie formulierte eine Bildsprache, die sich dem dekorativen Frauenbild ihrer Zeit entzog.

  • Ihre Figuren: ernst, körperlich, autonom.
  • Ihre Selbstbildnisse: kein Blick für das Publikum, sondern nach innen.
  • Ihre Kunst: Reduktion statt Pathos.

Heute gilt sie als Wegbereiterin der Moderne und als eine der frühesten Stimmen eines selbstbestimmten weiblichen Künstlerbildes.

Paula Modersohn Becker Ausstellung 2026
Foto: Paula Modersohn-Becker, Mädchen im Birkenwald mit Katze, um 1904 © Paula Modersohn-Becker Museum, Bremen

Ausstellung in Bremen, Dresden und Worpswede

13. März bis 26. April ICH BIN’S PAULA - Das Leben der Paula Moderson-Becker Packhaustheater Bremen

bis 24. Mai 2026 „Paula Becker – Paula Modersohn Becker: Die Landschaften“. Otto Modersohn-Museum, Fischerhude.

bis 31. Mai 2026 „Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch. Die großen Fragen des Lebens“. Albertinum, Dresden

bis 13. September 2026 „Becoming Paula – London Berlin Worpswede Paris“ Paula Modersohn-Becker-Museum, Bremen

bis 1. November 2026 „Impuls Paula“. Museen Barkenhof, Haus im Schluh Große Kunstschau und Kunsthalle, Worpswede

Paula Modersohn Becker Ausstellung 2026
Foto: Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis mit Hand am Kinn, 1906/07 © Landesmuseum Hannover/ARTOTHEK

Große Ausstellungen und Perspektiven

Bremen – „Becoming Paula“ Ausstellung in Bremen
Im Paula-Modersohn-Becker-Museum wird die Künstlerin als Prozess erzählt. Rund 70 Werke zeichnen den Weg von der jungen Paula Becker zur Ikone der Moderne nach. Die Ausstellung zeigt nicht nur Meisterwerke, sondern auch Entwicklung, Zweifel, Risiko – und die spätere Rezeption ihrer Kunst.

Parallel würdigt die Schau ihre frühe künstlerische Eigenständigkeit – eine Haltung, die sie schon als junge Malerin gegen Erwartungen und Konventionen behauptete.

Worpswede – „Impuls Paula“ Ausstellung
Im Künstlerdorf selbst verschiebt sich der Blick von der Biografie zur Wirkung. Mehr als 120 Werke zeigen, wie Modersohn-Becker Generationen von Künstler:innen beeinflusst hat – von Körperbildern über Rollenbilder bis zu Fragen künstlerischer Identität.

Die Ausstellung versteht sie ausdrücklich als Gegenwartsfigur: Inspiration, Referenz, Reibungsfläche.

Dresden – Modersohn-Becker und Munch Ausstellung
Im Albertinum wird sie in einen internationalen Dialog gestellt. Rund 150 Werke verbinden Modersohn-Becker mit Edvard Munch und weiteren Künstlern der Jahrhundertwende.

Die Schau verortet sie klar im europäischen Modernismus – nicht als Randfigur, sondern als gleichwertige Stimme.

Paula Modersohn Becker Ausstellung 2026
Foto: Edvard Munch, Vampir, 1895 © Munchmuseet, Oslo

Mehr als Erinnerung: Medien, Film, Diskurs

Das Jubiläum reicht über den Ausstellungsraum hinaus. Eine Arte-Dokumentation sowie ein Kinofilm setzen sich mit Leben und Wirkung der Künstlerin auseinander.

Warum Modersohn-Becker heute relevant ist

  • Modersohn-Becker malte Körper ohne Idealisierung.
  • Mütter ohne Pathos.
  • Frauen ohne männlichen Blick.

Ihr Werk stellt Fragen, die 2026 aktueller sind denn je:
Autorschaft. Sichtbarkeit. Selbstdefinition.

Das Jubiläumsjahr zeigt deshalb keine historische Figur, sondern eine lebendige künstlerische Position – eine, die sich gegen Konventionen stellte und gerade deshalb zum Fundament moderner Bildsprache wurde. Die Künstlerin wird nicht gefeiert, weil sie früh war. Sondern weil sie voraus war.

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