Turner-Prize 2011 geht an Martin Boyce
Der Künstler Martin Boyce erhält den Turner-Prize 2011. Der Kunstpreis wird jährlich für in Großbritannien lebende Künstler verliehen.

Martin Boyce gewinnt Turner-Prize 2011

Die Jury entschied sich dieses Jahr für den 1967 in Hamilton (Schottland) geboren Künstler. Boyce wurde in den letzten Tagen auch als Favorit in den britischen Wettbüros gehandelt.
Im Vorfeld konnte man die Arbeiten der vier Nominierten für den Turner-Prize 2011 in einer Ausstellung im schottischen Gateshead sehen. Das dortige Baltic Centre for Contemporary Art zeigte die Werke der Künstler Karla Black, Martin Boyce, Hilary Lloyd und George Shaw. Die Ausstellung der vier Kandidaten ist noch bis zum 8.Januar 2012 geöffnet.

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Turner-Prize 2011 geht Martin Boyce

Gewinner Turner-Prize 2011

Den Kunstpreis nahm Boyce vom Fotografen Mario Testino entgegen, der in diesem Jahr für die Preisübergabe verantwortlich war. Der jedes Jahr aufs neue umstrittene Turner-Prize wurde sogar Live (Channel4) im britischen Fernsehen übertragen.

Installation Do Words Have Voices

Update: Die Auszeichnung mit dem Turner-Prize bezieht sich auf seine eingereichte Installation "Do Words Have Voices". Boyce verbindet in ihr Kunst, Design und Architektur. Seine Arbeiten seien inspiriert von Architekten und Designer wie Arne Jacobsen, Mies van der Rohe oder Charles und Ray Eames.
Das Interesse und die Verarbeitung der historischen Moderne, dem sich viele zeitgenössische Künstler momentan widmen, gefiel auch der Jury an Martin Boyce Arbeiten besonders.

Der "Turner Prize" wird seit 1984 an in Großbritannien lebende Künstler verliehen und ist mit 47.000 Euro dotiert. Benannt wurde der britische Kunstpreis nach dem Maler William Turner. Dieser versuchte, zu Lebzeiten vergeblich einen Preis für Nachwuchskünstler zu initialisieren.
Auch aus Deutschland stammende Künstler/Innen gewannen bereits den prestigeträchtigen Preis. Im Jahr 2000 war es Wolfgang Tillmans und 2006 dann die Künstlerin Tomma Abts.



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