
Hans Ticha (*1940) gehört zu den markantesten Vertretern der deutschen Pop-Art. Seine Bildsprache ist stark geprägt von klaren Linien, geometrischen Formen und einer satirischen Auseinandersetzung mit Gesellschaft und Politik – oft mit subtiler Ironie gegenüber Ideologien der DDR und des Westens. In seinen Werken gibt es eine bildnerische Nähe zu Künstlern wie Roy Lichtenstein, Fernand Léger oder Konrad Klapheck.
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Stilistisch bewegt er sich zwischen:
Die großen Ticha-Retrospektiven in Rostock und Nürnberg, lässt auch eine verstärkte Nachfrage nach seinem Werk erkennen. Das teuerste Werk von Hans Ticha, ist "Strandburg II" von 1972 was im April 2026 für 179.200 EUR inkl. Aufgeld versteigert wurde.
| # | Werktitel | Auktionspreise in EUR | Auktion |
|---|---|---|---|
| 1 | "Strandburg II" 1972 | 179.200 | Lehr 04/2026 |
| 2 | „Es wächst zusammen“ 1991 | 66.000 | Grisebach 12/2020 |
| 3 | „Grauer Klatscher“ 1983 | 36.200 | Grisebach 2021 |
| 4 | „X Parlament“ 1983 | 26.400 | Van Ham 2024 |
| 5 | „Oktoberkinder - Strahlende Jugend“ 1989 | 24.130 | Grisebach 05/2024 |

Foto: Hans Ticha "Klatscher" 1982/90, Öl auf Leinwand, Ausstellung Retrospektive Kunsthalle Rostock, Artinfo24
Preisniveau (grobe Orientierung):
Besonders gesucht:

Foto: Hans Ticha "Boxer" 1985, Öl auf Leinwand, Ausstellung Retrospektive Kunsthalle Rostock, Artinfo24
Marktbedeutung:
Hier liegt der wichtigste Zugang für Sammler.
Preisniveau:
Einfache Blätter: 300 – 800 €
Signierte Editionen: 800 – 2.500 €
Seltene oder frühe Drucke: bis 5.000 €
Worauf achten:
Signatur (meist unten rechts)
Auflagenhöhe (kleine Editionen bevorzugt)
Zustand (Papiervergilbung vermeiden)
Marktbedeutung:
Besonderheit:
Diese Werke zeigen oft die konzeptuelle Stärke des Künstlers direkter als Gemälde.
Preisniveau:
Skizzen: 500 – 1.500 €
Ausgearbeitete Zeichnungen: 1.500 – 6.000 €
Sammlerwert:
Stark steigend bei hochwertigen Einzelblättern. Besonders interessant als Ergänzung zu Grafiken
Der Markt für Ticha Werke ist als stabil wachsend zu sehen. Durch die letzten Retrospektiven entstand ein neues Interesse für die Pop Art Werke. Der Einstieg für interessierte Sammler erfolgt zumeist über die Grafiken von Hans Ticha.