Yayoi Kusama: Die teuersten Werke – Preise, Rekorde und Auktionen
Yayoi Kusama Arbeiten und Preise: Liste der teuersten Werke der Künstlerin.

Yayoi Kusama – die teuersten Werke

Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Künstlerinnen der Gegenwart. Ihr bislang höchster Auktionspreis wurde mit „White No. 28“ aus dem Jahr 1960 erzielt: Das Gemälde aus der berühmten Serie „Infinity Nets“ wurde 2014 bei Christie’s New York für 7,109 Millionen US-Dollar verkauft.

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Yayoi Kusama, geboren am 22. März 1929 in Matsumoto, Japan, hat mit ihren charakteristischen Punkten, Netzen, Kürbissen und Spiegelinstallationen ein unverwechselbares künstlerisches Universum geschaffen. Über Jahrzehnte entwickelte sie sich von einer avantgardistischen Außenseiterin der New Yorker Kunstszene zu einer der international bekanntesten Künstlerinnen überhaupt.

Auf dem Kunstmarkt nimmt Kusama eine herausragende Stellung ein. Ihre frühen Gemälde der „Infinity Nets“ gehören zu den begehrtesten Arbeiten ihres Œuvres und erzielen bei internationalen Auktionen regelmäßig Millionenpreise. Kusamas teuerste Werke stammen vor allem aus ihren frühen „Infinity Nets“-Gemälden sowie aus späteren Arbeiten mit ihren ikonischen Kürbis- und Punktmotiven, den sogenannten "Polka Dots" Die teuersten Werke von Yayoi Kusama
# Werktitel Auktionspreise Auktion
1 "INFINITY-NETS (OQABT)", 2007 US-Dollar 10.707.500 Est-Ouest Auctions Mai 2023
2 "Untitled (Nets)", 1959 US-Dollar 10.496.000 Phillips Mai 2022
3 "A FLOWER" 2014 HK$ 78.125.000 Christie's Nov. 2023
4 "Pumpkin (MBOK)" 2015 Won 12.331.000.000 Seoul Auction März 2026
5 "Pumpkin (L)" 2014 HK$ 62.638.000 Sotheby's April 2023
6 "Pumpkin (LPASG)" 2013 HK$ 62.540.000 Christie's Dez. 2021

Die Rangliste zeigt zugleich, wie breit Kusamas Markt inzwischen aufgestellt ist. Neben den frühen „Infinity Nets“ finden sich darunter insbesondere ihre berühmten Kürbis-Skulpturen und Gemälde sowie großformatige Arbeiten aus späteren Schaffensphasen. So erzielte beispielsweise ein „Pumpkin (MBOK)“ von 2015 bei Seoul Auction im März 2026 einen Preis von 12.331.000.000 Won.

Infinity Nets – der Ursprung des Markterfolgs

Die „Infinity Nets“ bilden einen zentralen Ausgangspunkt für Kusamas künstlerische Entwicklung und gehören heute zu ihren wertvollsten Arbeiten. Die Serie entstand Ende der 1950er Jahre, nachdem Kusama nach New York gezogen war. Die zunächst scheinbar unendlich wiederholten kleinen Bögen und Netze bedecken die Leinwand nahezu vollständig und erzeugen eine Wirkung zwischen Ordnung, Leere und Unendlichkeit.

Gerade die frühen Arbeiten aus den Jahren um 1959 und 1960 sind auf dem Kunstmarkt besonders begehrt. Sie stehen für Kusamas radikale Auseinandersetzung mit Wiederholung und Unendlichkeit und entstanden zu einer Zeit, in der sie sich in der New Yorker Avantgarde gegen eine von Männern dominierte Kunstwelt behaupten musste.

Der Kunstmarkt honoriert damit insbesondere die kunsthistorische Bedeutung der frühen „Infinity Nets“. Spätere Werke der Serie können ebenfalls hohe Preise erzielen. Ein 2007 entstandenes „Infinity-Nets (OTWTTS)“ wurde beispielsweise 2024 bei Christie’s für 2,107 Millionen US-Dollar verkauft.

Kürbisse, Punkte und die Bildsprache der Unendlichkeit

Neben den „Infinity Nets“ sind vor allem Kusamas Kürbisse zu einem Markenzeichen ihrer Kunst geworden. Die ersten Kürbisarbeiten entstanden bereits in den 1940er Jahren; später entwickelte Kusama das Motiv in Gemälden, Skulpturen und Installationen immer weiter.

Der Kürbis steht dabei exemplarisch für Kusamas Fähigkeit, ein scheinbar einfaches Motiv in ein komplexes System aus Wiederholung, Farbe und Punkten zu verwandeln. Die Arbeiten sind längst nicht mehr nur in Museen und Galerien zu sehen, sondern haben sich zu einem globalen visuellen Markenzeichen entwickelt.

Auch die Preise spiegeln diese enorme Popularität wider. 2024 wurde bei Christie’s New York ein „Pumpkin“ aus dem Jahr 2022 für 5,6 Millionen US-Dollar verkauft. Damit gehörte die Arbeit zu den teuersten nach dem Jahr 2000 entstandenen Kunstwerken, die 2024 bei Auktionen verkauft wurden.

Yayoi Kusama Karriere

Kusamas Karriere ist auch aus Sicht des Kunstmarktes außergewöhnlich. Ihre heutigen Millionenpreise stehen in deutlichem Kontrast zu den Schwierigkeiten, mit denen die Künstlerin in den frühen Jahrzehnten ihrer Karriere konfrontiert war.

Nach ihrer Rückkehr nach Japan in den 1970er Jahren geriet Kusama zunächst weitgehend aus dem Fokus des internationalen Kunstbetriebs. Erst ab den späten 1980er und insbesondere in den 1990er Jahren setzte eine umfassende Neubewertung ihres Werkes ein. Ausstellungen, Retrospektiven und ihre zunehmende institutionelle Anerkennung führten dazu, dass Kusama international immer stärker wahrgenommen wurde.

Mit ihren „Infinity Mirror Rooms“ und großformatigen Installationen erreichte ihre Kunst schließlich ein Publikum weit über die klassische Kunstwelt hinaus. Die charakteristischen Punkte, Kürbisse und Spiegelräume wurden zu einem globalen Phänomen und machten Kusama zu einer der bekanntesten Künstlerinnen ihrer Generation.

Auch der Auktionsmarkt bestätigte diese Entwicklung. Im Hiscox Artist Top 100 2025 belegte Kusama erneut den ersten Platz unter den Künstlern für Werke, die nach dem Jahr 2000 entstanden sind. 2024 erzielten ihre nach 2000 geschaffenen Werke insgesamt 58,8 Millionen US-Dollar auf dem Auktionsmarkt.

Yayoi Kusama – eine Künstlerin zwischen Avantgarde und Popkultur

Kusamas Bedeutung lässt sich allerdings nicht allein an ihren Auktionspreisen messen. Ihr Einfluss reicht von der Nachkriegskunst über Minimal Art und Pop Art bis hin zu Installation, Performance und Design.

Ihre Kunst kreist immer wieder um Wiederholung, Unendlichkeit und Selbstauflösung. Punkte und Netze werden zu scheinbar endlosen Mustern, Spiegelräume lösen die Grenzen zwischen Körper, Raum und Umgebung auf. Aus diesen wiederkehrenden Elementen entwickelte Kusama eine Bildsprache, die weltweit sofort erkennbar ist.

Hinzu kommt eine außergewöhnliche Fähigkeit zur Selbstinszenierung und Vermittlung ihrer Kunst. Kooperationen mit der Mode- und Luxusbranche, internationale Ausstellungen und die enorme Präsenz ihrer Werke in den sozialen Medien machten Kusama zu einer der wenigen Künstlerinnen, deren Name auch außerhalb des Kunstmarktes einem breiten Publikum bekannt ist.

Das Vermächtnis von Yayoi Kusama

Mit dem Tod Yayoi Kusamas im August 2026 endet eine der ungewöhnlichsten Künstlerkarrieren des 20. und 21. Jahrhunderts. Kusama arbeitete bis ins hohe Alter weiter und hinterlässt ein Werk, das mehrere Generationen von Künstlern und ein weltweites Publikum beeinflusst hat.

Foto: Aufgenommen im Dänischen Kunstmuseum Louisiana. Der gelbe Spiegelkastenraum ist Teil der Yayoi-Kusama-Ausstellung. Kristoffer Trolle aus Kopenhagen, Dänemark, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

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