Online Kunstmarkt: Artspace übernimmt VIP Art
Die online Kunstplattform Artspace übernimmt den Anbieter VIP Art. Der Online-Kunstmarkt ist seit rund zwei Jahren sehr umkämpft. Ist die Übernahme der VIP Art durch Artspace ein erstes Zeichen für eine Konsolidierung?

Übernahme von VIP Art durch Artspace

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Artspace ist eine seit 2011 bestehender Marktplatz für Originalkunstwerke und Editionen. Das Unternehmen arbeitet mit rund 100 Galerien und internationalen Institutionen, darunter auch Museen zusammen. Auf der Plattform artspace.com kann man vornehmlich zeitgenössische Kunst, wie Fotografie, Skulpturen, Malerei, Arbeiten auf Papier sowie Multiples online kaufen. Im Februar konnte sich das Unternehmen weitere 8,5 Millionen Dollar Venture-Kapital sichern. Wie viel davon in die Übernahme von VIP Art floss, ist unbekannt.

Die VIP Art startete im Februar 2011, damals noch unter dem Namen "Vip Art Fair" als reine Online-Kunstmesse. Die erste zeitlich begrenzte Messe war allerdings aus technischen Gründen ein mittleres bis schweres Fiasko. Ein Jahr später lief die Vip Art Fair dann zwar deutlich besser, aber das Geschäftsmodell schien nicht aufzugehen. Im letzten Jahr dann, nannte sich die Kunstplattform nur noch VIP Art und auch das Angebot für teilnehmende Galerien wurde komplett umgekrempelt. Für 350 Dollar (Basic) und 600 Dollar (Premium) im Monat konnten dann die Teilnehmer entsprechende Accounts buchen und ihre Kunstwerke online präsentieren.

Durch die Übernahme könnte Artspace, vorausgesetzt die bisher teilnehmenden Galerien der VIP Art ziehen mit um, ihren Anbieterpool wesentlich vergrößern. Die eigentliche Wertschöpfung des Deals liegt aber wohl in den über 200.000 Sammlerkontakten, die VIP Art in den letzten 2,5 Jahren sammelte.

Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich der Online-Kunstmarkt entwickelt. Im deutschsprachigen Raum sucht man ähnliche junge ernst zu nehmende Plattformen und Unternehmen vergeblich. Lediglich im Auktionsmarkt trat mit Auctionata ein neuer Player auf den Markt. Dass ebenfalls mit reichlich Investorenkapital ausgestattete Unternehmen bietet Live-Auktionen im Internet an. Doch im Auktionsmarkt wird die Konkurrenz auch zunehmend größer. Neben Artnet und Artprice sind es die großen internationalen Auktionshäuser, die ihre Onlineaktivitäten drastisch ausbauen. Christie's etwa plant für dieses Jahr rund 50 Online-Auktionen. Zum Vergleich, im letzten Jahr waren es noch ganze sieben.

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