Dresden Ausstellung Berlin
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Ausstellung: 18.06.2011 - 30.07.2011

Künstler: Ilias Papailiakis

Veranstalter & Ort:
Galerie Upstairs Berlin
10117 Berlin
Am Kupfergraben 10

Als Künstler schöpft Ilias Papailiakis aus seiner ständigen Auseinandersetzung mit der europäischen Geschichte und der Geschichte der Kunst. Einen Teil der Motive seiner Ölgemälde entlehnt er den Werken Alter Meister. Es handelt sich um Ausschnitte und Fragmente, die – aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgenommen und verfremdet – zu eigenständigen Neuschöpfungen werden. Der Künstler kombiniert diese Arbeiten mit Gemälden, die nach der Natur oder nach photographischen Vorlagen entstanden sind, zu thematischen Werkgruppen. So verbinden sich die „ureigenen“ mit den „entliehenen“ Motiven. Verweise auf die Vorlagen gibt der Künstler indessen nicht. Die Titel der Werke vermitteln assoziativ zwischen dem Sujet und dem Thema der Ausstellung oder öffnen neue Deutungsräume.

Mit dem Titel Dresden erinnert die Ausstellung zunächst an die sächsische Kulturgeschichte und die besondere Geschichte der Stadt an der Elbe mit ihren herausragenden Kunstsammlungen. Mit dem Titel verweist Ilias Papailiakis zugleich auch auf die Bombardierung von Dresden durch alliierte Truppen am Ende des Zweiten Weltkrieges. Dresden ist für den Künstler Sinnbild einer Kriegsführung, die mit der militärisch legitimierten Zerstörung ziviler Ziele das Leid und den Tod vieler tausend Unschuldiger in Kauf nimmt. Kategorien wie ‚Recht‘ und ‚Unrecht‘ scheinen angesichts der hoffnungslosen Not der Opfer dieser Strategien kaum mehr vertretbar. Auch Papailiakis‘ eigenes Heimatdorf auf Kreta wurde im Zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen eingenommen und teilweise unwiederbringlich zerstört. Die Folgen der Zerstörung bestimmen bis zum heutigen Tag die Topographien und Gesichter der wiederaufgebauten Orte. Umso wichtiger scheint es Ilias Papailiakis, auf die so entstandenen Wunden hinzuweisen, als sie auch die Beziehungen der Menschen untereinander bis heute bestimmen.

Mit den Werken des Dresden-Zyklus will er diese Wunden deuten, ohne anzuklagen. Die Portraits und Stilleben stehen symbolhaft für bestimmte Charaktere, Ängste, Wünsche, Unterbewusstes oder die Geschichte selbst, die für Papailiakis das Fundament der Werkreihe bildet. Für ihn ist Geschichte die wesentliche Erkenntnisquelle der Menschheit, in dem sie Erinnerungen bewahrt um Antworten für die Gegenwart zu finden.

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