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PRESSEMITTEILUNG
Jan van der Ploeg - MWMW
16. November 2013 – 11. Januar 2014
Die Galerie Taubert Contemporary freut sich, am 15. November 2013 die erste Einzelausstellung von Jan van der Ploeg mit dem Titel MWMW in ihren Räumen zu eröffnen. Der Amsterdamer Künstler zählt zu den einflussreichsten Vertretern der zeitgenössischen geometrischen Abstraktion in Holland.
Farbe, Form und Linie sind die prägenden Elemente von Jan van der Ploegs künstlerischer Arbeit. Die Bandbreite an Variationen, die er mit diesen Parametern entwickelt, ist immer wieder überraschend. Van der Ploegs Farbpalette konfrontiert Nichtfarben wie Schwarz und Weiß mit kräftigen Tönen wie Pink, Violett oder Orange. Damit stellt er sich zwar in die holländische Tradition des de Stijl, reinterpretiert sie jedoch innovativ, indem er seine Malerei mittels minimalistischer Gestaltungsmittel wie Repetition, Serialität und Flächigkeit skulptural redefiniert.
Konsequent hat Jan van der Ploeg in den letzten Jahren den Raum zwischen Kunst und Alltag erforscht. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Medium der Wandmalerei, das für ihn beide Pole perfekt verbindet. Die minimalistische Setzung von „place and presence“ erfüllt sich ideal in der Art, wie der Künstler mit der vorgefundenen Architektur und ihrer Funktion umgeht. Davon zeugen unzählige Auftragsarbeiten, die er weltweit für bedeutende Museen und öffentliche Institutionen realisiert hat. Aus dieser besonderen Erfahrung schöpft auch die monumentale Intervention im Eingangsbereich der Galerie. Sie verschmilzt gekonnt das Zusammenwirken von Funktionalität, Architektur und künstlerischer Intervention in einer Wandmalerei, die die Bedeutung des Orts als Galerieentrée betont und zugleich ihren autonomen Anspruch als Kunst wahrt.
Im Ausstellungsraum beeindruckt die Wandmalerei MWMW durch ihre positive Energie. Nach den pillenförmigen Grips und den wellenförmigen Waves wendet sich Jan van der Ploeg seit 2011 einem zunehmend grafisch angelegten Formenrepertoire zu. In MWMW sind die typografischen Zeichen M und W als entgegengesetzte bzw. sich spiegelnde grafische Module eingesetzt. Die beiden Lettern werden auf ihre formalen Möglichkeiten reduziert, um sie im Gegenzug als grafisches Pattern umso intensiver hervorzuheben. Die daraus resultierende Spannung zwischen der gleichförmigen Wellenbewegung und den kontrastierenden Farben Weiß und Pink setzt eine Kraft frei, die den Raum pulsieren lässt.
MWMW wird durch eine Reihe ausgewählter kleinerer Leinwände in ähnlichen Formaten ergänzt. In dynamischer Reihung spiegeln diese „Displays“, was die Qualität der Malerei Jan van der Ploeg so sehr auszeichnet: Es ist die schier unerschöpfliche Kreativität, mit der es dem Künstler gelingt, das Formenrepertoire der geometrischen Abstraktion immer wieder zu erneuern.
Von Friederike Nymphius, November 2013.
Jan van der Ploeg, geboren 1959 in Amsterdam, Niederlande.
Er lebt und arbeitet in Amsterdam, Niederlande.