KONKRETE KUNST - Max Ackermann, Max Bill, Reinhard Bojak, Walter Dexel, Alma da Silva Mavignier, Pet Ausstellung Leipzig
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Ausstellung: 07.09.2018 - 20.10.2018

Künstler: Max Ackermann, Max Bill, Reinhard Bojak, Walter Dexel, Alma da Silva Mavignier, Petra Ottkowski, Victor Vasarely

Veranstalter & Ort:
Galerie Galerie ARTAe
4105 Leipzig
Gohliser Straße 3, im 1.OG

Grafik, Malerei, Skulptur

Dauer: 07.09. - 20.10.2018
Eröffnung: Freitag, 07. September 2018 von 18.00 bis 23.00 Uhr

Galerie ARTAe Leipzig , Gohliser Straße 3, 04105 Leipzig
Öffnungszeiten: Do + Sa 15.00 – 19.00 Uhr u.n.V.


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„das ziel der konkreten kunst ist es, gegenstände für den geistigen gebrauch zu entwickeln, ähnlich wie der mensch sich gegenstände schafft für den materiellen gebrauch. […] konkrete kunst ist in ihrer letzten konsequenz der reine ausdruck von harmonischem maß und gesetz. sie ordnet systeme und gibt mit künstlerischen mitteln diesen ordnungen das leben.“
– Max Bill

Mit dieser Ausstellung folgen wir dem Anspruch zeitgenössische Kunst in einem kunsthistorischen Kontext zu zeigen und zur Diskussion zu stellen.

Bereits 1936 definierte Max Bill den Begriff der „Konkreten Kunst“ in einem Katalog und gehört damit zu den führenden Künstlern und Mitbegründern dieser Kunstrichtung. Der Schweizer arbeitete als Architekt, Grafiker, Bildhauer und Maler und erhielt unter anderem seine Ausbildung 1928/29 im Bauhaus Dessau. Seine Lehrer waren Josef Albers, Kandinsky, Klee und Schlemmer. Man könnte also sagen, dass die Entwicklung der „Konkreten Kunst“ aus den Wurzeln des Bauhauses entstanden ist. Alma da Silva Mavignier studierte bei Max Bill und lebt in Hamburg.

Zeitgleich mit Max Bill und bis heute entwickelte Reinhard Bojak seine auf reine Mathematik und den perfekten goldenen Schnitt ausgerichteten Skulpturen in Acrylglas. Als einer der wenigen Künstler, der dieses damals wie heute rare Material zu gestalten (nicht zu gießen) beherrscht, versteht es Bojak, zugleich eine faszinierende Harmonie und magische Ausstrahlung in den Skulpturen zu bannen, welche die reduzierten Formen in ihrer Reflektion, Oberfläche und Bewegung den Raum beleben und zu eigenständigen und beseelten Werken werden.

Max Ackermann wird als Wegbereiter der abstrakten Kunst bezeichnet. Nach der Ausbildung bei Adolf Hölzel und dem Studium am Bauhaus in Weimar bei Henry van der Velde geht er im Grunde einen ähnlichen Weg, wie die Künstler Max Bill und Walter Dexel. 1929 nahm er an der Ausstellung zum Vagabunden-Kongress teil. Er gründete 1930 an der Volkshochschule in Stuttgart ein Seminar „Absolute Malerei“. Auch seine Bilder, wie die von Walter Dexel, galten als entartet. Ackermann schloss sich dem Höri-Kreis an und zog sich an den Bodensee zurück, um seine Kunst weiterhin frei
machen zu können.

Die Malerin Petra Ottkowski, Meisterschülerin bei Arno Rink, ist eine der wenigen Malerinnen Leipzigs, die mit Elementen der konkreten Kunst arbeitet. Mathematik, Perspektiven und seine Wechsel, sowie serielle Darstellungen gehören zu ihren fundamentalen und ersten Ausdrucksformen, die immer in feinster Malerei, zarten und zugleich harten malerischen Übergängen das Licht, den Raum und die perfekte Darstellung kraftvoll feiern. Eine Auswahl älterer und aktueller Arbeiten beleuchten Ottkowskis einzigartige künstlerische Position und Weiterentwicklung im Kontext der hier gezeigten Künstler.

Der Künstler Victor Vasarely, der eigentlich mehr der Kunstrichtung der OP-Art eingeordnet wird, hat im Grunde die Konkrete Kunst als Mutter und gehört unbedingt in diese Ausstellung.

Fazit, Anregung und Inspiration zur Ausstellung sind die Fragen: Welche Entwicklungen gab es, welche Einflüsse, Inspirationen, Ähnlichkeiten und Differenzen gibt es? Diese Auseinandersetzung und nicht zuletzt der Dialog dieser hochkarätigen und wohl ausgewählten Kunstwerke sind Zentrum dieser Ausstellung.

Max Ackermann (1878 - 1975)
Max Bill (1908 - 1994)
Reinhard Bojak (1940*)
Walter Dexel (1890 - 1973)
Alma da Silva Mavignier (1925*)
Petra Ottkowski (1967*)
Victor Vasarely (1906 - 1997)

In dieser Ausstellung ist es uns gelungen, verschieden Generationen vom Gründer der Bewegung der „Konkreten Kunst“ über diverse Entwicklungen bis heute ganz unterschiedlich zu beleuchten.
Fest steht, dass die Gedanken, die grundlegend zu Beginn dieser Kunstrichtung notiert wurden, auf fruchtbaren Boden fielen und von vielen Künstlern weiterentwickelt, verfeinert, auf die Spitze getrieben oder auch verworfen wurden. Es ist interessant zu sehen, wie sich der Blick auf die heutige Kunst verschärft, wenn diese im historischen Kontext gezeigt wird.

Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei den Künstlern Reinhard Bojak und Petra Ottkowski für die hervorragende Zusammenarbeit und ihr Vertrauen. Großer und herzlicher Dank gilt unseren Sammlern, die uns für diese Ausstellung brilliante Arbeiten vertrauensvoll zur Verfügung gestellt haben.

Team der Galerie ARTAe Leipzig, Sabine und Marian Elsner August 2018

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