teuerstes Kunstwerk der documenta12
Die documenta 12 hat einen Gesamtetat von rund 19 Millionen EUR. Aber das teuerste Kunstwerk, in diesem Fall eher ein Projekt wurde privat finanziert.

documenta

Das Kunstprojekt "Fairytale" vom chinesischen Künstler Ai Weiwei kostet etwa 3,1 Millionen EUR und wurde von zwei Schweizer Stiftungen und einer Galerie aus Luzern finanziert.
Ai Weiwei bringt 1001 seiner chinesischen Landsleute nach Kassel. Die Menschen stammen aus allen gesellschaftlichen Schichten des Landes und hatten mit Kunst bisher selten etwas zu tun. Flug, Unterkunft und Verpflegung wird gestellt.

Ai Weiwei Fairytale Project

Interview Ausschnitt mit Ai Weiwei:

Sie wollen 1001 Chinesen zur documenta nach Kassel bringen. Warum?
Ai Weiwei: Ich wurde aufgefordert, an der documenta 12 teilzunehmen und war der traditionellen Darstellungsformen ein bisschen müde. Daher die Idee für dieses Kunstprojekt: Ich will 1000 Chinesen als Besucher nach Kassel bringen, damit sie die Stadt und die Ausstellung sehen und erleben. Die documenta-Macher sind von der Idee sehr angetan. Ich war bereits in Kassel und habe auch mit dem Bürgermeister gesprochen - auch er hat die Idee sehr positiv aufgenommen.

Was sollen die 1000 Leute in Kassel denn machen?
Ai Weiwei: Das fragen die mich auch. Jeder von den 1000 Leuten hat 1000 Fragen. Die Teilnehmer haben keine Verpflichtungen - obwohl wir alle Reisekosten tragen. Sie fahren nach Kassel zur documenta und schauen sich die Ausstellung an, dann reisen sie zurück nach China. Alle sollen ihre eigenen, ganz persönlichen Erfahrungen machen. Das sind die beste Kommmunikation und die beste Bildung. Damit werden soziale, politische und wirtschaftliche Grenzen überschritten. Damit wird aber auch die documenta, die ja schon immer konzeptionelle Kunst unterstützt hat, verändert. Ich sehe das Projekt daher als perfekte Kombination: Chinesische Realität trifft auf die documenta in Kassel!

Das komplette Interview hier (hna-online).

Ai Weiwei, Fairytale (2007), interview at Documenta 12 from dmovies.net.

Bild: Galerie Urs Meile, Beijing-Lucerne

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