Kunstlagerung - Schweizer Unternehmen plant steuerfreie Kunst-Lagerhalle in Peking
Wertvolle Kunst in den großen internationalen Freihäfen einzulagern, scheint ein riesiges Geschäft zu sein. 100 Millionen Dollar investiert ein Schweizer Logistikunternehmen jetzt in eine neue Lagerhalle neben dem Beijing Capital International Airport.

steuer- und zollfreie Lagerhalle für Kunst in Peking

Die Euroasia Investment SA wird in einem Joint Venture mit China das Projekt finanzieren und umsetzen. Die Vorteile solcher Lagerhallen für wertvolle Kunst, Gold und Wertsachen im jeweiligen Freihafen sind klar. Die Nutzer sparen durch die Einlagerung ihres wertvollen Besitzes neben Steuern und sonstigen Gebühren auch die entsprechenden Zölle. Im geplanten Pekinger Projekt sind, das etwa 34 Prozent an Kosten die gespart werden.

Mit der Fertigstellung der 100 Millionen Dollar Kunst-Lagerhalle rechnen die Verantwortlichen im Jahr 2014. 83.000 Quadratmeter wird der neue "Hochsicherheitstrakt" dann groß sein und damit eine dreimal so große Fläche erreichen, wie die bereits in Singapur existierende Lagerhalle.

Genutzt werden solche Hallen im Freihafen der jeweiligen Stadt u.a. von Sammlern, Kunsthändlern und Auktionshäusern. Oft werden die wertvollen Kunstgegenstände nach einem Kauf/Verkauf oder einer Auktion direkt dort eingelagert. Es kommt auch vor, das entsprechende Geschäfte mit Kunstwerken direkt vor Ort abgeschlossen werden und die Werke dann sofort wieder im Depot verschwinden.
Mit dem Peking-Projekt reagiert man auf den Boom im asiatischen Kunstmarkt. Zur Kunstmesse Tefaf im letzten Jahr wurde bekannt, das China weltweit der größte Umschlagplatz für Kunst und Antiquitäten vor den USA ist. Im letzten Jahr (2011) wurden bei Auktionen auf dem chinesischen Festland, Hongkong, Macau und Taiwan rund 12 Milliarden Dollar erzielt.
Zwar ebbte im ersten Halbjahr 2012 der Boom ein wenig ab, weil man zunehmend mit Fälschungen, Schmuggel und Nichtzahlung nach erfolgten Auktionen zu kämpfen hat, aber die steuer- und zollfreien Lagerhallen in den Freihäfen dieser Welt dürfte weiterhin ein boomendes Geschäft sein.

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