Doig, Richter & Basquiat sorgen bei Christies für $127 Mio
Die gestrige "POST-WAR & CONTEMPORAY ART EVENING AUCTION" bei Christies sorgte dank einiger Auktionsrekorde und verstärkter Nachfrage nach Werken von Peter Doig, Gerhard Richter und Jean-Michel Basquiat, für ein sehr starkes Auktionsergebnis.

Sammlung Goetz erzielt erste 6,7 Millionen Dollar bei Christie

Laut Christie's war es das beste Ergebnis für Nachkriegskunst und zeitgenössischer Kunst in einer Februarauktion. Insgesamt erzielte das Auktionshaus gestern Abend in London einen Umsatz von rund 127,7 Millionen Dollar (£ 81,6 Millionen, € 94.6 Millionen). Insgesamt 27 werke konnten für über 1 Million Dollar versteigert werden. Bei 5 Künstlern und deren Werke gab es einen neuen Auktionsrekord.

Christie's Versteigerung der Sammlung Ingvild Goetz

Schon im Vorfeld sorgte die Ankündigung der Münchner Sammlerin Ingvild Goetz über 120 Werke bei Christie's versteigern zu lassen, für großes Aufsehen. Der erste Teil der Kunstwerke aus der Sammlung Goetz erreichte gestern Abend ein Ergebnis von rund 6,7 Millionen Dollar (£ 4,2 Millionen, € 4,9 Millionen). Der Schätzpreis wurde damit bei Weitem übertroffen. Das Top-Los aus der Sammlung war Christopher Wool’s Werk "Mad Cow" (1997). Das Werk, eine Malerei auf einer großen Aluminiumplatte, wurde für rund 3,5 Millionen Dollar verkauft (Schätzpreis: 700.000 - 900.000 Pfund). Die restlichen Werke aus der Sammlung Goetz kommen heute bei der Tagesauktion bzw. im April unter den Hammer.

Fünf Auktionsrekorde und rege Nachfrage nach Richter und Basquiat
Für gleich fünf Künstler konnte ein neuer Auktionsrekord vermeldet werden. Darunter waren Werke von Peter Doig, Michelangelo Pistoletto, Allen Jones, Pierre Soulages und Marktliebling Wade Guyton.

  • Lot 9, Peter Doig, Preis: £7,657,250 ($11,975,939, €8,874,753)
  • Lot 14, Michelangelo Pistoletto, Preis: £1,273,250 ($1,991,363, €1,475,697)
  • Lot 33, Allen Jones**, Preis: £2,169,250 ($3,392,707, €2,514,161)
  • Lot 46, Pierre Soulages, Preis: £3,289,250 ($5,144,387, €3,812,241)
  • Lot 70, Wade Guyton, Preis: £735,650 ($1,150,557, €852,618)

Das Toplos und damit teuerstes Bild der Auktion war "Museum Security (Broadway Meltdown)" von Jean-Michel Basquiat. Das große ansprechende und typische Basquiat-Gemälde erzielte 14,6 Millionen Dollar (£9.337.250, €10.821.873). Keine Auktion von zeitgenössischer Kunst ohne ein abstraktes Bild von Gerhard Richter. Schon gestern bei Sotheby's wurde das marktfrische "Abstraktes Bild (769-1)" für rund 12,7 Millionen Dollar versteigert. Bei Christie's ging der Preis für das Richter-Bild "889-14" noch ein wenig höher. Inklusiver aller Gebühren musste der anonyme Privatbieter rund 13,2 Millionen Dollar aufbringen.

Schaut man sich die Ergebnisse der großer Auktionshäuser an, hat man nicht den Eindruck, dass der Kunstmarkt in irgendeiner Form wackelt und die nächste Blase platzt. Zwar wird selektiver gekauft, aber das hat ja auch Vorteile. Der Test zum Auftakt des Kunstjahres 2013 ist also gelungen und so wird wohl die Kunstrallye erst einmal weitergehen.

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