Fotograf Robert Frank geht - The Americans bleibt
Robert Frank, einer der einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts, dessen visueller Stil die Dokumentarfotografie entscheidend veränderte, starb am Montag im Alter von 94 Jahren.

Fotografen Legende gestorben

Robert Frank verstarb in einem Krankenhaus in Inverness, auf der Insel Cape Bretonin Nova Scotia, wie Peter MacGill bestätigt, dessen Galerie Pace-MacGill in New York seit 1983 die Arbeit von Robert Frank repräsentiert. Der in Manhattan lebende Fotograf hatte lange ein Sommerhaus auf Kap-Breton-Insel.

In der Schweiz (9. November 1924 in Zürich) geboren, kam Robert Frank im Alter von 23 Jahren als Flüchtling nach New York. Bekannt wurde er vor allem durch sein bahnbrechendes Buch „The Americans“, ein Meisterwerk der Schwarzweißfotografie, das er Mitte der 1950er-Jahre von seinen Fahrten durch die USA angefertigt und 1959 veröffentlicht hatte.

Eric Miles for photo-eye: Photobook Offerings for the Week of July 28 from photo-eye on Vimeo.

Doch Frank war nicht nur Fotograf, sondern auch Dokumentarfilmer. Zahlreiche Filme entstanden mit sehr geringen bzw. keinen Budget. Stil und Machart gilt heute als Beginn des "independent film".

Viele seiner besonderen Fotobände entstanden im Göttingen Steidl Verlag. Seine Fotografien wurden in zahlreichen Ausstellungen internationaler Museen, Galerien und Sammlungen gezeigt. Robert Frank wurde für seine Arbeit mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, wie 1985 mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie , 1996 mit dem Hasselblad Foundation Award oder 2014 mit dem Sonderpreis zum Roswitha Haftmann-Preis.

Mit Robert Frank geht einer der großen Fotografen der letzten Jahrzehnte. Frank wurde 94 Jahre alt.

Foto: Robert Frank "The Americans", Eric Miles for photo-eye: Photobook Offerings, Cover

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