Artnet Übernahme - Redline plant Übernahmeangebot
Die Übernahmeschlacht um Artnet geht in die nächste Runde. Die Luxemburger Redline Capital Management S.A. kündigt ein freiwilliges Übernahmeangebot für die artnet AG an.

Übernahmeschlacht um Artnet beginnt

Nun ist es auch ganz offiziell. Das in Luxemburg ansässige Unternehmen Redline Capital Management S.A. unter der Führung des russischen Milliardärs Vladimir Evtushenkov wird Artnet auf der kommenden Hauptversammlung am 8.August ein Übernahmeangebot unterbreiten. Druck hatten das Konsortium das neben Redline, noch aus der Skate's Art Investment Gesellschaft und der Weng Fine Art AG besteht, bereits seit mehreren Monaten aufgebaut. Die genannten Anteilseigner verfügen momentan über einen Aktienanteil von 10 bis 13 Prozent.

Zuletzt überschlugen sich die Ereignisse bei Artnet. Erst schied der bisherige CEO Hans Neuendorf aus. Sein Sohn Jacob Pabst übernahm die Führung und stampfte auf Druck des genannten Konsortiums als Erstes das langjährige Artnet-Magazin ein und schloss zudem die Pariser-Filiale.

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Wie hoch das Übernahmeangebot ist, steht noch nicht fest. Die kommende Hauptversammlung wird dann mehr Klarheit bringen. Unterdessen verbreitet Redline aber schon in einer gestern erschienenden Pressemitteilung, wie denn der neue Aufsichtsrat von Artnet aussehen könnte. Nach Vorstellungen des Luxemburger Unternehmens soll der Vorstandschef der Weng Fine Art AG, Rüdiger K. Weng, sowie die Medienmanagerin Regina von Flemming, die auch Russland-Geschäftsführerin der Axel Springer AG ist, die neue Köpfe bei Artnet werden. Für ein weiteres Mandat wird der Firmengründer Hans Neuendorf vorgeschlagen.

Die Übernahmeschlacht von Artnet geht erst richtig los. Sollte das Ziel der Redline Capital Management S.A. gelingen, ist wohl eine komplette Neuausrichtung von Artnet sicher, wie auch immer diese aussehen wird.

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