Raubkunst Überprüfung, Artnet Magazin und Zollfahndung im Schweizer Kunsthandel
US-Milliardär Ronald Lauder will alle deutschen Museen auf Raubkunst überprüfen lassen. Artnet plant die Wiederaufnahme seines Onlinemagazins. Und in der Schweiz ermittelt der Zoll im Dickicht des Kunsthandels.

Gurlitt Folgen, Artnet News + Ermittlungen gegen Galerie Gmurzynska

Der Fall Gurlitt sorgt für weltweites Interesse. In die Debatte um die Aufarbeitung und den Umgang mit Raubkunst mischt sich nun auch der US-Milliardär Ronald Lauder ein. Der einflussreiche Kunstsammler und Präsident des Jüdischen Weltkongresses fordert die Einrichtung einer hochrangigen Kunstforschungskommission und will dazu eine entsprechende Lobbykampagne in Berlin starten. Aus dem Umfeld der Bundeskanzlerin signalisierte man, dass man sich die Vorschläge anhören werde. Ronald Lauder sorgte 2006 im Kunstmarkt selbst für Schlagzeilen, als er ein restituiertes Gemälde von Gustav Klimt für die Summe von 135 Millionen Dollar kaufte.
- Quelle: Wall Street Journal

Artnet kündigt Newsmagazin an

Im letzten Jahr beschloss man quasi über Nacht die Schließung der verschiedensprachigen Magazine und dessen Redaktionen. Betroffen waren davon die englische (New York), französische (Paris) und deutsche Ausgabe (Berlin). Doch nun scheint man sich für eine neue Variante und die Wiederaufnahme des Magazins entschieden zu haben. Mit insgesamt 10 Redakteuren unter der Leitung von Benjamin Genocchio, ehemals Redaktionsleiter von Louise Blouin Media (Artinfo), soll ein Kunstnachrichten-Portal entstehen. Es werden ausschließlich News veröffentlicht, die weder Bewertungen noch Kommentare enthalten. Ab Februar 2014 will Artnet mit dem neuen Newsmagazin starten.
- Quelle: The New York Times

Schweizer Zoll ermittelt gegen Galerie Gmurzynska + Dolder Grand Hotel

Der Schweizer Zoll ermittelt in einer Affäre um angeblich unversteuerte Bilder. Verwickelt in dem Fall ist zum einen das Dolder Grand Hotel und die Galerie Gmurzynska. Der Verdacht, über eine Scheinfirma sollen Kunstwerke im Wert von 75 Millionen Schweizer Franken für den Unternehmer Urs E. Schwarzenbach (Dolder Grand Hotel) in die Schweiz importiert worden sein. Für die Einfuhr wurde allerdings keine Mehrwertsteuer gezahlt. Die vermittelten Kunstwerke ließ der Unternehmer dann im Dolder Grand Hotel ausstellen.
- Quelle: Tagesanzeiger

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