Ai Weiwei - wie China den Künstler versucht mundtot zu machen
Die Verhaftung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei am letzten Sonntag am Flughafen von Peking, löste weltweit ein Sturm von Protesten aus.

Ai Weiwei verhaftet

Sein Anwalt Liu Xiaoyuan sagte (laut AFP), das von Ai Weiwei bisher kein Lebenszeichen kam und er völlig im Unklaren über den Aufenthaltsort des chinesischen Künstlers ist. China versucht schon seit längerem Ai Weiwei quasi "mundtot" zu machen. Da Facebook und Twitter von der chinesischen Regierung blockiert wird, ist eine Kommunikation über diese Kanäle schon einmal sehr schwierig.

Ai Weiwei verhaftet
Foto: Ai Weiwei Katalog der Ausstellung im Haus der Kunst, München
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Sein Name wurde sogar aus einer der populärsten chinesischen Suchmaschinen rausgefiltert. Im chinesischen Web gibt es quasi keinen Ai Weiwei.

Die Überwachung des Ai Weiwei durch den chinesischen Staat

Im letzten Monat wurde im Rahmen der TED Konferenz in Monterey (Kalifornien), eine Videobotschaft von Ai Weiwei gezeigt. Im Video berichtet der Künstler über die Machenschaften und Taktiken der chinesischen Regierung zur Überwachung seiner Person.



Immer wieder war er den Regierenden ein Dorn im Auge und setzte entsprechende Maßnahmen ein um ihn einzuschüchtern. Mal durfte er das Land nicht verlassen, dann riss man im Januar diesen Jahres sein Atelier ab - usw..

In Deutschland wurde Ai Weiwei im Jahr 2007 zur documenta bekannt. Damals ließ er 1001 chinesische Landsleute nach Kassel einfliegen. Die 3,1 Millionen EUR teure Kunstaktion sorgte damals weltweit für Aufsehen. 2008 kritisierte er die Olympischen Spiele im eigenen Land und eckte natürlich auch damit an.
Künstlerisch sorgte in jüngster Vergangenheit die Versteigerung von 100 Kilogramm aus Porzellan angefertigte Sonnenblumenkerne für großes Aufsehen. Das Werk wurde im Februar bei Sothebys für 417.004 Euro versteigert.

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