Die 4 nominierten Künstler für den Deutsche Börse Photography Prize 2014
Seit 1996 der Preis für junge zeitgenössische Fotografie verliehen. Folgende Künstler wurden für den "Deutsche Börse Photography Prize 2014" nominiert.

Fotokunst von Alberto Garcia-Alix, Jochen Lempert, Richard Mosse und Lorna Simpson

Den etwas sperrigen und langen Titel verdankt der Preis dem Sponsor, Deutsche Börse Group (seit 2005). Ursprünglich von der Photographers’ Gallery ins Leben gerufen, zeichnet der Kunstpreis zeitgenössische Fotokünstler aus, die im Jahr zuvor einen bedeutenden Beitrag zur Fotografie in Europa geleistet haben. Dies kann in Form einer Ausstellung oder Publikation geschehen sein. Zu den nominierten Fotokünstlern für den "Deutsche Börse Photography Prize 2014" gehören Alberto Garcia-Alix, Jochen Lempert, Richard Mosse und Lorna Simpson.

Fotografien der vier Nominierten sind dann im Frühjahr 2014 in einer in der Photographer's Gallery sowie in der Konzernzentrale des Sponsors. Die Jury besteht dieses Mal aus Kate Bush (Kuratorin), Jitka Hanzlová (Künstlerin), Thomas Seelig (Direktor/Kurator des Fotomuseums Winterthur), Anne-Marie Beckmann (Kuratorin der Art Collection Deutsche Börse, Deutschland) und Brett Rogers (Direktorin der Photographers’ Gallery).

Deutsche Börse Photography Prize 2014 - die Nominierten

Alberto Garcia-Alix
Bei Alberto Garcia-Alix (geboren 1956 in Spanien) erhält man einen sehr intimen Einblick in das Leben des Künstlers. Für das Fotobuch „Autorretrato/Selfportrait“, La Fabrica Editorial (2013), sammelte und veröffentlichte er in schwarz-weiß gehaltene Selbstporträts, die über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten entstanden.

Alberto Garcia-Alix
Deutsche Börse Prize 2014, Alberto Garcia-Alix, My Feminine Side, 2002

Jochen Lempert
Der deutsche Künstler Jochen Lempert wurde für die gleichnamige Ausstellung, die dieses Jahr in der Hamburger Kunsthalle gezeigt wurde, nominiert. Eigentlich ist Lempert Biologe. Und hier setzen seine Arbeiten auch an. Seit den frühen 1990er hat er Mensch und Natur in seinen Fotografien thematisiert. Seine ebenfalls in schwarz-weiß gehaltenen Aufnahmen sind poetisch, humoristisch und wissenschaftlich zugleich.

Jochen Lempert
Deutsche Börse Prize 2014, Jochen Lempert l Untitled (girl in telephone booth), 1993-2011

Richard Mosse
Die Arbeiten des 1980 in Irland geborenen Richard Mosse waren auf der diesjährigen Biennale Venedig im Irischen Pavillon zu sehen. In der Ausstellung „The Enclave“ zeigte der Künstler eindringliche Aufnahmen von einem der aktuell furchtbarsten Orte menschlicher Tragödie, dem Osten der Demokratischen Republik Kongo. Seit 1998 sind 5,4 Millionen Menschen durch kriegerische Auseinandersetzungen dort ums Leben gekommen. Die psychedelisch wirkenden Fotografien wurden durch den Einsatz von aussortiertem militärischem Überwachungsfilm erzielt.

Richard Mosse
Deutsche Börse Prize 2014, Richard Mosse, Safe from Harm, 2012

Lorna Simpson
Die amerikanische Künstlerin Lorna Simpson dürfte auch dem deutschen Publikum geläufig sein. Zurzeit kann man die Ausstellung „Lorna Simpson (Retrospektive)“ in München sehen. Und genau für diese Ausstellung, die zuvor im Jeu de Paume in Paris lief, ist die Künstlerin nominiert. Ihre Arbeit verfolgt einen konzeptionellen Ansatz, in der neben der Fotografie auch Text und Videoinstallationen als Mittel genutzt werden. Ihre Themen sind Geschlecht, Identität, Kultur und Erinnerung des Körpers.

Lorna Simpson
Deutsche Börse Prize 2014, Lorna Simpson, Momentum, 2011

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