Entartete Kunst Ausstellung in Berlin
Die Bronze- und Keramikskulpturen der Ausstellung „Entartete Kunst“ in Berlin gelten als Sensationsfund.

Skulpturen der Ausstellung Entartete Kunst

Vor einigen Wochen stieß man bei Bauarbeiten in der Nähe der historischen Rathausfundamente in Berlin auf die elf Skulpturen.
Schnell stellte sich heraus das die Bronze- und Keramikfiguren zu jener Ausstellung der Nazis gehörte, die Joseph Goebbels am 19. Juli 1937 in München als „Entartete Kunst“ initiierte.

Mit der damaligen Ausstellung „Entartete Kunst“, die anschließend durch 12 weiteren Städte zog und von über drei Millionen Menschen besucht wurde, begann auch die "künstlerische Säuberung" der Nazis. Man schätzt das 16.000 - 20.000 Kunstwerke in dieser Zeit zerstört oder gegen Devisen ins Ausland verkauft wurden.

Bei den wiederentdeckten elf Skulpturen handelt es sich um Werke von Otto Baum, Otto Freundlich, Karl Knappe, Marg Moll, Emy Roeder, Edwin Scharff, Gustav Heinrich Wolff und Naum Slutzky. Drei der gefundenen Skulpturen sind noch nicht identifiziert und konnten so auch noch nicht zugeordnet werden.

Entartete Kunst
Foto: Screenshot der Website Gesamtverzeichnisses der beschlagnahmten Werke (siehe unten)

Die Ausstellung ist ab dem 9.November im Neuen Museum Berlin zu sehen.

Im Jahr 2007 fand in Bielefeld ebenfalls eine bemerkenswerte Ausstellung zur Geschichte der „Entarteten Kunst“ statt. Damals zeigte man 380 Werke von 180 Künstlern. Zur Ausstellung erschien damals der sehr zu empfehlende Katalog „1937. Perfektion und Zerstörung “.

Links zum Thema „Entartete Kunst“:
- Forschungsstelle „Entartete Kunst“
- Gesamtverzeichnisses der beschlagnahmten Werke

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